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Kommentar Diese Aktion steht stellvertretend für Baumgarts FC – Köln jagt Stöger-Rekord

Jan Thielmann bejubelt im Spiel gegen Borussia Dortmund seine wichtige Grätsche im Strafraum des 1. FC Köln.

Jan Thielmann bejubelt im Spiel gegen Borussia Dortmund am Sonntag (20. März 2022) seine wichtige Grätsche im Strafraum des 1. FC Köln.

Der 1. FC Köln war gegen Borussia Dortmund auf Augenhöhe – weil in Steffen Baumgarts Mannschaft jeder für jeden Gas gibt. So ist im Bundesliga-Endspurt noch viel drin. Ein Kommentar.

Das nächste fette FC-Ausrufezeichen im Kampf ums internationale Geschäft. Kölns 1:1 gegen Borussia Dortmund (am Sonntag, 20. März 2022) war der endgültige Beweis: Die Geißböcke können mit den ganz Großen der Liga mithalten. Eine Aktion stand stellvertretend für das, was die Mannschaft von Steffen Baumgart (50) auszeichnet – der FC grätscht sich Richtung Europa!

Im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion lief die 74. Minute, als die 50.000 Fans das Highlight des Abends erlebten: Jan Thielmann (19) sprintete am BVB-Strafraum los, raste über das komplette Spielfeld und warf sich im eigenen Sechzehner in eine Hereingabe von Reyna, die das sichere 2:1 für Dortmund bedeutet hätte. Die Grätsche der Saison!

Thielmann sprang sofort auf, reckte triumphierend die Faust in die Höhe, brüllte Richtung Nordtribüne – und das Stadion kochte. Was für eine Szene, was für eine Energie, was für ein unfassbarer Einsatz fürs Team! Genau dieser Spirit ist Kölns größtes Pfund.

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1. FC Köln funktioniert als Team so gut wie kaum ein anderer Bundesligist

Steffen Baumgart hat aus dem FC nicht nur eine Mannschaft geformt, die attraktiven und erfolgreichen Fußball spielt, sondern auch eine Einheit, in der kein Profi einen Meter scheut. Thielmanns Grätsche zeigte diesen unbedingten Willen und „viel über den Charakter unserer Mannschaft“, wie Lizenzspieler-Leiter Thomas Kessler (36) sagt.

Auch von Baumgart gab’s ein Sonderlob für die Aktion: „Da sieht man, wie die Jungs arbeiten und mitmachen, wie einer für den anderen da ist.“ Kaum ein Bundesligist funktioniert als Mannschaft so gut wie der FC – als Kollektiv kann Köln sogar gegen individuell weitaus besser besetzte Truppen wie Dortmund auf Augenhöhe agieren.

Mit so viel Teamgeist ist der Europapokal im Liga-Endspurt mehr als nur ein Traum. Die Spiele gegen Leverkusen und Dortmund hätten zu den Wochen werden können, in denen der FC den Anschluss nach oben verliert – zumal gegen den BVB mit Jonas Hector (31), Florian Kainz (29) und Ellyes Skhiri (26) absolute Leistungsträger fehlten. Stattdessen haben die Kölner untermauert, dass ihnen alles zuzutrauen ist und mittlerweile auch die wichtigsten Stars ersetzt werden können.

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Kessler ist zu Recht stolz: „Wir hatten einen schwierigen März mit echten Kalibern und haben es in diesem Monat geschafft, die 40 Punkte zu erreichen. Das ist aller Ehren wert.“

Jetzt greift Baumgart den Rekord von Peter Stöger (55) an! Der hatte Köln 2017 nicht nur in die Europa League geführt, sondern mit 49 Punkten auch zur besten Saison seit Einführung der Drei-Punkte-Regel.

Sieben Spieltage für zehn Zähler – definitiv möglich, wenn der FC so weitermacht. Für Rang fünf dürften die 50 Punkte dieses Mal zwar nicht reichen, aber Baumgart würde in seinem Debüt-Jahr auch unabhängig von der Platzierung direkt FC-Geschichte schreiben. Eine Erfolgsgeschichte, deren Ende aktuell nicht abzusehen ist…

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