Der BVB buhlt immer heftiger um Kölns Said El Mala. Doch FC-Boss Thomas Kessler spielt sein Pokerblatt selbstbewusst aus.
Kesslers perfektes PokerblattNächstes BVB-Angebot abgelehnt – Preis für El Mala steigt

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Thomas Kessler hat in der Personalie Said El Mala derzeit viel um die Ohren. Der BVB drängt auf einen Wechsel. Doch der FC-Boss hat alle Trümpfe in der Hand.

Verlässt Said El Mala den FC oder bleibt er Köln ein weiteres Jahr treu? Das Geschacher um das Supertalent hat das Zeug, zum zähen Kaugummi-Transfer zu werden, denn eine Entscheidung bleibt weiter aus.
Das Gute für den FC: Wie bereits berichtet, wird der Angreifer mit jedem neuen Tag am Geißbockheim teurer! Eine Deadline für einen Transfer hat sich der FC nach Informationen von EXPRESS.de nicht gesetzt.
Thomas Kessler kann im El-Mala-Poker nur gewinnen
Bekannt war, dass Borussia Dortmund nach zuvor halbgaren Vorstößen einen neuen Transferangriff geplant hat. Doch auch mit diesem sind die Dortmunder jetzt abgeblitzt! 45 Millionen Euro – inklusive Boni – soll der BVB um Sportdirektor Ole Book in dieser Woche geboten haben, wie „Bild“ berichtet. Doch das ist nicht genug!
FC-Geschäftsführer Thomas Kessler hat ein beneidenswertes Pokerblatt auf der Hand. Die Gelassenheit, die Kessler mit Blick auf seinen Top-Stürmer immer wieder zur Schau stellt, ist nicht gespielt. Der FC hat den Deal unter Kontrolle. 50-Millionen-Euro-Grenze? Gibt es nicht!
Nach Informationen von EXPRESS.de dürfte ein Deal für den BVB schon jetzt deutlich teurer werden. Die Fronten scheinen aktuell verhärtet. Locker will der Bundesliga-Vizemeister aber nicht lassen. Book will weiter an den Kölner Verhandlungstisch. Ein neues Angebot soll den ersten Durchbruch bringen, um im nächsten Schritt mit einem geeigneten Boni-System sowie einer Weiterverkaufsbeteiligung den Deal doch noch eintüten zu können.
Klar ist aber: Der BVB müsste weit über seine Schmerzgrenze hinausgehen, was er zuletzt noch ausgeschlossen hatte. Möglich, dass die jüngsten Gerüchte um einen Nmecha-Transfer zu Newcastle United hier noch eine Rolle spielen und die Summen noch aufblähen.
Auch das dürfte Kessler genau im Blick haben und weiter Ruhe bewahren. Die Gründe sind naheliegend: Die lange Laufzeit von El Malas FC-Vertrag ohne Ausstiegsklausel bietet Kessler eine ideale Grundlage. Zudem hat es der FC-Boss geschafft, mit der Verpflichtung von Reigan Heskey (Manchester City) sowie der bevorstehenden Einigung mit Mikey Moore (Tottenham Hotspur) zwei englische Top-Talente in der Hinterhand zu haben, denen beiden intern zugetraut wird, sofort in der Kölner Offensive abzuliefern.
Dass El Mala auch über den FC seinen Weg in die Nationalmannschaft finden wird, ist ebenfalls zu erwarten. Bundestrainer Jürgen Klopp sucht Typen wie ihn, auch wenn er den Spieler sicher lieber in einem internationalen Wettbewerb sehen würde. Doch eine Chance würde El Mala auch als Kölner bekommen – und seinen Marktwert womöglich noch steigern.
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Auch der spektakuläre Diomande-Deal zwischen RB Leipzig und Real Madrid mit einem Gesamtpaket von möglichen 140 Millionen Euro zeigt auf, was Top-Talente aus der Bundesliga wert sein können. Der Ivorer hat ebenso wie El Mala nur eine Bundesliga-Spielzeit aufzuweisen, schoss ein Tor weniger, bereitete dafür fünf Tore mehr vor – allerdings auch für den Drittplatzierten der vergangenen Saison. El Mala schaffte seine Ausbeute mitten im Abstiegskampf!
Und wie sieht es die Spielerseite? Said will offenbar zum BVB, soll trotz Fan-Liebe in Köln seinen Wechselwunsch beim FC hinterlegt haben. Kein Wunder: In Dortmund winken dem Profi fünf Millionen Euro Bruttogehalt pro Jahr. Zum Vergleich: In Köln kam er mit Prämien in der vergangenen Saison auf knapp 1,5 Millionen Euro.
Doch Ärger macht der Profi keinen, ballt höchstens die Faust in der Tasche. Der 19-Jährige fokussiert sich ganz auf seine Form für die kommende Saison. El Mala will abliefern, egal in welchem Trikot. Auch das weiß Kessler!
Offen ist vielmehr, mit welchem Druck der FC jetzt von El Malas Familie zu rechnen hat. Denn klar ist auch, dass mit einem Verbleib in Köln jedes mögliche Handgeld ebenso vom Tisch wäre. Mutter Sabrina fungiert als Beraterin ihrer Söhne Said und Malek.
Das Kalkül, die beiden Sprösslinge weiter in der Bundesliga zu sehen und entsprechend abzukassieren, ist nicht von der Hand zu weisen. Dortmund klingt für sie ideal: unmittelbare Nähe, Champions League und das große Geld locken.
Doch um jeden Preis will auch sie keinen FC-Transfer. Einen Wechsel nach Brentford, das sich mit Köln schon einig war, schmetterte die El-Mala-Seite im letzten Moment ab. So oder so: Kesslers Pokerblatt ist perfekt und beinhaltet große Chancen für alle Szenarien.
