Der 1. FC Köln musste am Samstag bei Tabellenschlusslicht Hamburger SV ran. Nach dem 1:1 gegen Bremen sollte ein Dreier her. Das gelang nicht.
Tiefschlaf-SzenenEin ganzes Jahr! Horror-Serie für FC geht weiter

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Zakaria El Ouahdi (l, Hamburger SV) bereitete Said El Mala (1. FC Köln) am 19. September 2026 immer wieder Probleme.
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Null Tore, null Punkte, Tabellenplatz 18 – der Hamburger SV hatte bis dato eine Horrorsaison erlebt. Doch dann kam am Samstag (19. September 2026) der 1. FC Köln ins Volksparkstadion. Der FC war erneut ein Aufbaugegner für einen zuvor schwächelnden Gegner …
Der HSV konnte am Ende mit 2:1 gewinnen. Köln bleibt damit ein Jahr ohne Auswärtssieg! Was für eine Trostlos-Serie. Seit dem 3. Oktober 2025 (1:0 bei der TSG Hoffenheim) konnte der FC keine drei Punkte mehr aus einem fremden Stadion mitnehmen. Die nächste Chance gibt es am 16. Oktober in Frankfurt. Vorher muss der FC aber noch das Heimderby gegen Mönchengladbach (11. Oktober) überstehen. In der Länderspielpause wartet Arbeit genug, denn die Chancenverwertung ist genauso mies wie die defensive Abstimmung!
FC startete mutig, kassierte wieder ein Tor nach einer Standardsituation
Kölns Trainerneuling René Wagner (38) hatte vor dem Duell beim HSV Mut und Aggressivität gefordert. Und so versuchte es der FC auch. Köln machte eigentlich ein gutes Spiel: Luka Lochoshvilis Kopfball wurde gerade noch geblockt, Mike Moores Schlenzer konnte Daniel Heuer Fernandez gerade noch so um den Pfosten lenken. Wenig später musste Thijs Dallinga das 1:0 für den FC machen, doch seinen Kopfball aus drei Metern wehrte der HSV-Schlussmann mit einem Arm noch ab. Zu unplatziert!
Und dann war da auch noch Said El Mala im ersten Spiel nach seiner Klopp-Nominierung. Nachdem er sich einige Male festgelaufen hatte, kam er zu Abschlüssen, doch ein Tor wollte auch ihm nicht gelingen.
Dann kam die 44. Minute. Nach einem Eckball blieb FC‑Schlussmann Marvin Schwäbe auf der Linie kleben, seine Vorderleute waren auch im Tiefschlaf. So konnte Nicolas Capaldo mit seinen 1,77 Metern ungestört einköpfen.
Der bislang torlose HSV ging mit 1:0 in die Pause. Sky-Experte Simon Terodde meinte: „Standardsituationen gehören dazu. Die Abwehr war gar nicht da. So kannst du das Spiel dann kaputt machen.“
Nach der Pause hatte Moore die nächste Großchance, doch der Ball war schwierig zu nehmen und ging über die Latte. Die Gastgeber machten es besser: 2:0 nach 50 Minuten. Dieses Mal sah der FC nach einem langen Ball schlecht aus. Grönbaek entwischte Castro-Montes. Seine Hereingabe konnte Poulsen zum Treffer nutzen, weil Simpson-Pusey und Lochoschvili ihm nicht folgen konnten.
FC-Coach René Wagner reagierte nach 64 Minuten und brachte Borna Sosa für den gelbbelasteten Gideon Mensah, der zuvor schon hätte Gelb-Rot sehen können. Für Dallinga kam Ragnar Ache ins Spiel.
Castro-Montes musste dann angeschlagen (Oberschenkel) runter. Johannesson kam rein und Krauß rückte zunächst auf die Position des Rechtsverteidigers. El Mala versuchte es weiter, blieb aber glücklos – wie bei seinem Außenpfostentreffer in der 75. Minute. Das war zum Haareraufen!
Für Krauß und Maina kamen in der 81. Minute Waldschmidt und Bülter rein. Ache traf nach Skhiri-Flanke noch zum Anschlusstreffer in der 90.+1 Minute. Mehr gelang leider nicht!
Nach dem Schlusspfiff gab es lange Gesichter beim FC. Der HSV feierte den Sprung auf Platz 15 und die Vertragsverlängerung von Trainer Merlin Polzin. Kölns Tom Krauß sagte nach den Pfiffen der FC-Fans bei Sky: „Sie fahren Stunden hierher, da können sie unzufrieden sein, wie wir alle. Wir hatten gute Chancen, dann fällt das 0:1 wieder nach einem Standard. Solche Nackenschläge sind schon sehr hart. Wir müssen trotzdem weitermachen. Wir müssen ganz hart arbeiten. “

