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„Wäre leichter gewesen“Heintz erklärt Düsseldorf-Wechsel

Dominique Heintz wird ausgewechselt und schlägt mit Lukas Kwasniok ab.

Copyright: IMAGO/Noah Wedel

Dominique Heintz 

Nach seinem FC-Aus hat sich Dominique Heintz dem Lokalrivalen Fortuna Düsseldorf angeschlossen. Dabei schreckte ihn selbst die 3. Liga nicht ab.

Von der Bundesliga in die 3. Liga, von Köln nach Düsseldorf: Viele FC-Fans dürften von Dominique Heintz’ Karriere-Entscheidung überrascht gewesen sein. Doch die Wut des Kölner Anhangs blieb dem erfahrenen Innenverteidiger nach eigener Aussage dennoch größtenteils erspart.

„Ich muss die Fans loben – die Resonanz war bisher verständnisvoll“, sagte Heintz in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ und lieferte die Begründung direkt mit: „Der FC wollte nicht mit mir verlängern. Wenn man nicht mehr gewollt wird, ist das anders, als wenn man von sich aus geht.“

Heintz: „Mit einem neuen Trainer war es schwierig“

Beim 1. FC Köln hatte Heintz, der in der Aufstiegssaison 2024/25 noch zu den Stammspielern und Leistungsträgern zählte, keine Zukunft mehr. Das habe ihm Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler im April mitgeteilt. „Am Ende muss man akzeptieren, dass der Verein solche Entscheidungen trifft. So ist das Geschäft“, gab sich der Routinier nach außen hin ohne Groll.

Den Grund, warum er in der vergangenen Saison nur noch wenig zum Zug gekommen war, sieht Heintz unter anderem beim Ex-Trainer Lukas Kwasniok. „Mit einem neuen Trainer, der auf andere Qualitäten eines Innenverteidigers setzt, wird es schwierig. Das Vertrauen des Vereins war nicht weg. Aber trotzdem ging es halt nicht weiter“, so Heintz, der allerdings auch unter Kwasnioks Nachfolger René Wagner keine Rolle mehr spielte und am Ende in seiner letzten FC-Saison nur neun Bundesliga-Partien für die Kölner bestritt.

Zu Saisonbeginn schaffte es Heintz unter Kwasniok häufig noch nicht mal in den Kader, durfte erst am 6. Spieltag beim 1:0-Sieg in Hoffenheim erstmals spielen. „Lukas Kwasniok war am Anfang nicht überzeugt von mir. Ich konnte mir nichts vorwerfen – ich habe alles gegeben. Ich kämpfte mich hoch, spielte gut“, so Heintz, der dann aber wegen zweier Muskelverletzungen im Winter länger ausfiel. „Dann verletzte ich mich und war schnell wieder raus. Es wäre leichter gewesen mit einem Trainer, der mehr auf mich setzt. Trotzdem: Es war eine schöne Saison beim FC. Ich habe in jedem Training Vollgas gegeben.“

Für den Wechsel nach Düsseldorf waren vor allem zwei Kriterien ausschlaggebend, erklärte Heintz: die Gespräche mit den Fortuna-Verantwortlichen und seine Familie. „Sportvorstand Sami Arabi und Trainer Alexander Ende haben mich vom ersten Tag an überzeugt. Sie sind extra aus Düsseldorf zu mir gefahren, wir haben fast vier Stunden zusammengesessen. Das zeigt eine ungemeine Wertschätzung“, so Heintz. Dazu kommt: „Meine Familie kann in Köln bleiben, die Kinder im Kindergarten. Es passt einfach alles – und ich bin überzeugt.“

Der gebürtige Pfälzer hatte auch Gespräche mit seinem Heimatklub 1. FC Kaiserslautern geführt, doch weil die Roten Teufel eine Kader-Verjüngung anstreben, wurde aus einer Rückkehr in die Heimat nichts.

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