Bei Hürtgenwald (Kreis Düren) brennt der Wald. Ein erster Ortsteil wurde evakuiert. Feuerwehren, Löschhubschrauber, Polizei und die Bundeswehr sind im Einsatz. Auch Bauern helfen.
Waldbrand wütet im Kreis DürenFeuerwehr spricht von „Red Flag Day“

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Ein Polizeihubschrauber mit Löschwasser-Außenlastbehälter unterstützt die Löscharbeiten beim Waldbrand im Hürtgenwald.
Aktualisiert:
In der Gemeinde Hürtgenwald (Kreis Düren) wütet ein Waldbrand! Und es wird immer dramatischer: Inzwischen brennen rund 300 Hektar, der kleine Ortsteil Gey wurde evakuiert.
Zahlreiche Feuerwehren, Löschhubschrauber, Polizei und Bundeswehr sind im Einsatz. Auch Bauern helfen unermüdlich mit.
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Wir halten euch auf dem Laufenden:
- 10.27 Uhr: Die Feuerwehr spricht inzwischen von einem „Red Flag Day“. Grund sind die wechselnden Winde und die niedrige Luftfeuchtigkeit. Laut „WDR“ wurden weitere 150 Feuerwehrleute wurden – zusätzlich zu den aktuellen 200 – angefordert.
- 10.13 Uhr: Löschhubschrauber holen Wasser aus umliegenden Talsperren und aus einem großen Becken. Landwirte helfen und besorgen Wasser. Auch Forstarbeiter sind im Brandeinsatz.
- 10.12 Uhr: Offenbar muss jetzt auch die Notunterkunft in Hürtgenwald-Straß, die für Betroffene eingerichtet worden war, evakuiert werden. Wie die „Aachener Zeitung“ berichtet, sind erste Busse vor Ort eingetroffen.
- 10.11 Uhr: Auf der A4 sind die Ausfahrten Düren und Langerwehe ab sofort gesperrt. Die Ausfahrten würden als Rettungszufahrten für Einsatzkräfte benötigt, so die Autobahn GmbH. Die Auffahrten an beiden Anschlussstellen sind aber frei.
- 9.52 Uhr: Die Flammen sind nur noch 200 Meter vom evakuierten Ortsteil Gey entfernt .
- 9.48 Uhr: Vier NRW-Wasserwerfer mit je 10.000 Litern Fassungsvermögen sind auf dem Weg zum Einsatzort. Außerdem zwei NRW-Polizeihubschrauber mit Löschwasser-Außenlastbehältern, sogenannten Bambi Buckets.
- 9.46 Uhr: Für Verkehrs- und Absperrmaßnahmen stehen zwei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei unter der Abteilungsführung der Kölner Polizei zur Verfügung.
- 9.29 Uhr: Die Feuerwehr holt größere Hubschrauber der Bundespolizei mit mehr Traglast. Wehrsprecher Peter Berndgen: „Je mehr Wasser wir jetzt da reinbekommen, umso besser.“
- 8.28 Uhr: Wie der Kreis Düren aktuell bekannt gibt, stehen im Hürtgenwald inzwischen rund 300 Hektar in Flammen. Das entspricht etwa 420 Fußballfelder. Ein Krisenstab ist einberufen worden. Landrat Ralf Nolten, Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar und Bürgermeister Stephan Cranen sind seit der Nacht vor Ort.
- 8 Uhr: Die Evakuierung des kleinen Ortsteils Gey ist abgeschlossen.
- 7.42 Uhr: Pionierpanzer der Bundeswehr rücken an, um die Wege für die Einsatzkräfte im Wald freizuräumen. Schneisen wurden gezogen und sollen die Ausbreitung des Feuers eindämmen.

Copyright: Thomas Banneyer/dpa
Räumungspanzer der Bundeswehr stehen in Hürtgenwald bereit.
- 7.35 Uhr: Drei Löschhubschrauber sind im Einsatz.
- 6.07 Uhr: „Wir sind mit Fahrzeugen und 65 Kräften im Einsatz“, erklärt ein Sprecher der Kölner Feuerwehr gegenüber EXPRESS.de. Ein Einsatzstab der Polizei Köln koordiniert die polizeilichen Maßnahmen.
- 4 Uhr: Die Gemeinde Hürtgenwald ordnet die sofortige Evakuierung des Ortsteils Gey an – rund 1800 Menschen sind betroffen. Die Flammen bewegen sich auf Gey zu. Der Appell: „Nehmen Sie nur die nötigsten persönlichen Gegenstände mit!“
- 22 Uhr: Es brennen rund 25 Hektor eines Waldgebietes bei Hürtgenwald (Kreis Düren) in der Nähe der Ortsteile Großhau und Gey. Die Gemeinde rief eine Großschadenslage aus, die B399 wird gesperrt.

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Dichter Rauch eines Waldbrands im Hürtgenwald zieht am Freitagmorgen (14. August 2026) über den Ortsteil Gey (Aufnahme mit Drohne).
Bereits am Donnerstagnachmittag bat der Kreis Düren um Unterstützung bei der Brandbekämpfung. Das EU-Waldbrandmodul, das durch mehrere NRW-Feuerwehren getragen wurde, wurde in die Gemeinde Hürtgenwald beordert. Bei diesem Einsatz besteht das Modul aus zwölf Fahrzeugen mit 32 Einsatzkräften von den Feuerwehren Bonn, Königswinter, Düsseldorf und Leverkusen. Die Kräfte sind speziell für den Einsatz zur Vegetationsbrandbekämpfung geschult und waren bereits bei Waldbränden in den Niederlanden und Spanien im Einsatz.
Am späten Donnerstagabend hatte die Gemeinde Hürtgenwald die Großschadenslage ausgerufen. In der Nähe von Großhau und Gey brannte zu dem Zeitpunkt ein Waldgebiet von rund 25 Hektar. Ein Übergreifen der Flammen auf die Orte könne nicht vollständig ausgeschlossen werden, hieß es. (iri)

