Beim 1. FC Köln drehte sich eines der ersten Transfergerüchte des Sommers um Edson Álvarez. Zuletzt kühlte das Thema allerdings wieder ab, andere Vereine intensivieren derweil ihre Bemühungen.
Früh beim FC gehandeltKonkurrenz macht bei Kölner Transfer-Traum ernst

Aus rein sportlicher Sicht würde der 1. FC Köln ihn mit Kusshand nehmen, doch die finanzielle Komponente ist der große Bremsklotz im Transfer-Poker um den defensiven Mittelfeldspieler Edson Álvarez (28).
Der Kapitän der mexikanischen Nationalmannschaft war früh im Transfer-Sommer beim FC gehandelt worden und hätte gemäß der Berichte per Leihe vom englischen Erstliga-Absteiger West Ham United ans Geißbockheim wechseln sollen. Doch die Gerüchte köcheln schon seit geraumer Zeit nur noch auf kleiner Flamme.
Mehrere Interessenten bei Edson Álvarez gehandelt
Die Differenzen beim aktuellen Álvarez-Gehalt und der Summe, die der FC maximal zahlen könnte, sind gigantisch: Sechs Millionen Euro soll der erfahrene Defensiv-Spezialist auf der Insel verdienen, für den Wechsel in die Bundesliga müsste er auf mehr als zwei Drittel des Salärs verzichten.
Entsprechend kamen die zunächst noch hoffnungsvollen Annäherungen zum Stillstand. Auf der Sechs ist Ellyes Skhiri (31) längst die Kölner Wunsch-Lösung und auch realistischer als der einstige Transfer-Traum. Doch selbst hier gilt das Gehalt noch als entscheidender Knackpunkt.
Bei Álvarez haben sich inzwischen andere Vereine in Stellung gebracht, die finanziell in einer anderen Liga als der FC agieren: Benfica Lissabon wurde als Interessent gehandelt, auch Ajax Amsterdam arbeitet dem Vernehmen nach an einer Rückkehr und macht offenbar ernst.
Sportdirektor Jordi Cruyff (52) soll sich in Vorbereitung eines Transfers bereits mit dem ehemaligen Ajax-Profi (147 Spiele von 2019 bis 2023) ausgetauscht haben, berichtet der niederländische „Telegraaf“ am Dienstag (28. Juli 2026). Sowohl ein Kauf als auch eine Leihe stünden zur Debatte.

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Jordi Cruyff arbeitet bei Ajax an der Rückkehr von Edson Álvarez nach Amsterdam.
Neu im Rennen ist laut des „Telegraaf“-Berichts auch der spanische Pokalsieger Real Sociedad San Sebastián, der mit dem Startplatz in der Europa League lockt. Die Basken planen demnach eine Offerte über 7,5 Millionen Euro für 50 Prozent der Transferrechte, wollen ihren Anteil anschließend über Bonuszahlungen weiter aufstocken.
Ausgerechnet Real Sociedad! Die Blau-Weißen gastieren schließlich am 8. August im hochklassigen Testspiel in Köln. So könnte Álvarez doch noch im Rhein-Energie-Stadion auflaufen, wenn auch nur ein einziges Mal als gegnerischer Spieler.
Bei den Nordspaniern herrscht eine ganz andere Gehaltsstruktur als am Geißbockheim, der spanische Weltmeister Mikel Oyarzabal (29) kassiert als Topverdiener dem Vernehmen nach genauso viel wie Álvarez in London. Während der FC jetzt vor allem um Skhiri pokert, dürfte sich das Tauziehen um den teuren Mexikaner daher anderswo in Europa entscheiden.
