Der 1. FC Köln musste in Stuttgart die nächste Pleite einstecken. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison zeigte sich die Mannschaft von Lukas Kwasniok dabei nach einem eigenen Tor unkonzentriert.
„Es kann nicht sein“FC-Schwäche in 2026: Profis genervt von Minuten-Problem
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„Und täglich grüßt das Murmeltier…“ Das gilt beim 1. FC Köln in dieser Saison in so vielerlei Hinsicht. Gegen Topteams ist nichts zu holen, samstagabends steht man immer noch mit leeren Händen da, die Standard-Schwäche kriegt man nicht in den Griff und jetzt kommt das nächste Ärgernis hinzu.
Das Verhalten nach erzielten Toren wird zum Problem. In Stuttgart hat es fünf Minuten gedauert, bis die Freude über den Treffer von Ragnar Ache verflogen war. Denn auf das umjubelte 1:1 folgte prompt der Gegentreffer zum 1:2.
FC ist nach eigenen Toren regelmäßig im Tiefschlaf
Es war nicht der erste Tiefschlaf im neuen Jahr. Das Problem zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherigen Spiele. Bereits in Heidenheim ging es los. Nachdem Eric Martel zum 1:1 getroffen hatte, schlug es acht Minuten später hinten zum 1:2 ein.
Gegen die Bayern währte die Führung von Linton Maina (42.) kurz vor der Pause nur kurz. Der Rekordmeister traf in der fünften Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich und fuhr am Ende noch einen ungefährdeten 3:1-Sieg ein. Gegen Leipzig war es ein ähnliches Szenario wie gegen den VfB.
Nachdem sich die Elf von Lukas Kwasniok mühsam ins Spiel gekämpft hatte und in der 51. Minute verdient zum Ausgleich gegen den haushohen Favoriten gekommen war, herrschte fünf Minuten später bereits wieder Ernüchterung. Christoph Baumgartner traf in der 56. Minute zum entscheidenden 2:1.
Der negative Höhepunkt war in Freiburg, als die Führung sogar nur eine einzige Minute Bestand hatte. Nach dem Eigentor von Max Rosenfelder schlug es quasi im Gegenzug bei Marvin Schwäbe ein.
Sechs Spiele, sechsmal war das Glücksgefühl nach spätestens acht Minuten futsch! Das ist kein Zufall, weiß auch FC-Profi Ragnar Ache, der den Finger nach der Pleite in Stuttgart in die Wunde legte. „Es fehlt das letzte bisschen Konzentration. Wenn wir hier das 1:1 machen, müssen wir konzentriert bleiben und dürfen nicht nachlassen. Es kann nicht sein, dass wir nach fünf Minuten wieder ein Gegentor kriegen.“
Vor allem, weil in Stuttgart schon die Schlussphase lief. Statt den Punkt mit Mann und Maus abzusichern, lief die Kwasniok-Elf ohne Innenverteidigung ins offene Messer. Die Chance, sich im engen Kampf um den Klassenerhalt wenigstens ein kleines Stück weiter von den Abstiegsrängen abzusetzen, war dahin.
„Da wäre der Punkt schon Gold wert gewesen“, meinte Marvin Schwäbe. Doch nach dem Ausgleich sei sein Team „ein Stück weit zu passiv“ geworden, haderte der Torhüter nicht das erste Mal in dieser Saison. Diese Nachlässigkeiten nach eigenen Toren muss der FC schleunigst abstellen, um nicht noch tiefer in den Schlamassel zu geraten.


