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Vor Leverkusen-SpielFC-Profi schwärmt: „Ich liebe es, mit ihm zu spielen“

Am Samstag trifft der 1. FC Köln auf Bayer Leverkusen. Vor dem kleinen Derby sprach Kölns Mittelfeldspieler Isak Johannesson über den Gegner und seine eigene Entwicklung.

Es ist seine erste Saison in der Bundesliga und sie hat Höhen und Tiefen. Zum Saisonfinale möchte Isak Johannesson wieder an die Höhen anknüpfen.

Der 23-jährige Isländer war stark in die Saison gestartet. Trainer Lukas Kwasniok bezeichnete ihn sogar als eine Art Königstransfer. Doch Johannesson konnte die Form nicht konstant abrufen, fiel auch nach der Belastung der WM-Qualifikation mit Island in ein kleines Leistungsloch.

Isak Johannsson war vor der Saison klar, dass es Höhen und Tiefen geben wird

Seit einigen Wochen zeigt Johannessons Formkurve jedoch wieder steil nach oben. Pünktlich zum Saisonfinale präsentiert er sich unter dem neuen Trainer René Wagner (37) als Anführer im Mittelfeld. Vor dem Derby gegen Bayer Leverkusen (Samstag, 25. April 2026, 15.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) sprach der Mittelfeldprofi über …

... die Ausgangslage vor den verbleibenden vier Spielen: „Ich denke, wir sind in einer guten Position. Wir haben fünf Spiele ohne Niederlage absolviert und können jetzt noch mehr Punkte holen. Wenn wir jetzt über vier Spiele nochmals einhundert Prozent abrufen, schließen wir die Saison auf einem guten Platz ab.“

... das Derby gegen Leverkusen: „Sie haben eine sehr gute Mannschaft mit sehr guten Spielern. Sie agieren mit Ball viel durchs Mittelfeld. Ich hoffe, dass sie nach dem Pokalspiel gegen Bayern am Mittwochabend etwas müde sind. Wir wollen mit unseren Fans im Rücken mit voller Energie dagegenhalten. Dann könnte es für sie ein schweres Spiel werden.“

... den Ausfall von Stürmer Ragnar Ache: „Er ist ein wichtiger Spieler für uns, keine Frage. Speziell in der zweiten Phase der Saison war er atemberaubend. Wir müssen das irgendwie kompensieren, aber er wird uns definitiv fehlen.“

... ob es schon einen Plan gibt, wie man Ache als Zielspieler ersetzen will: (lacht) „Das kann ich nicht verraten, da müsst ihr den Trainer fragen. Oder ihr werdet es am Samstag sehen.“

... den neuen Trainer René Wagner: „René ist als Trainer sehr klar, er weiß, was er will, und spricht deutlich mit uns. Er macht einen guten Job, stellt uns gut auf die Spiele ein oder nimmt sogar während der Partie Änderungen vor. Er ist sehr flexibel, was das angeht.“

... seine eigene Saison und den Durchhänger im Winter: „Als ich vor der Saison mit euch gesprochen habe, sagte ich schon, dass es in meiner ersten Bundesliga-Saison Höhen und Tiefen geben würde. Als isländischer Spieler habe ich damit gerechnet. Ich bin gut in die Saison gekommen und die letzten vier, fünf Spiele waren sehr gut für mich. Auf St. Pauli haben wir nicht genug Chancen erarbeitet, aber in den letzten Spielen war ich in guter Form und ich würde der Mannschaft gerne mit einem starken Saison-Finish helfen.“

... seine Rolle im Mittelfeld neben Eric Martel, mit dem er für Stabilität sorgt: „Die Verbindung zu Eric Martel ist sehr gut. Die Ausbeute ist gut, wenn wir beide im Mittelfeld-Zentrum nebeneinander gespielt haben. Ich kann mich etwas offensiver positionieren, wie Kaminski auf der Achter-Position agieren, aber defensiv im 4-4-2 bin ich neben Eric. Er ist defensiv stark, ich bin eher der Gestalter mit dem Ball. Er macht in der Defensive extrem viel: Er kommuniziert viel mit mir und hilft mir, geht häufig in die Tacklings.“

... ob er einen Blick auf die Tabelle wagt und im Abstiegskampf rechnet: „Nein, wir in der Mannschaft rechnen nicht. Aber einige sprechen von 34 Punkten, die man braucht.“

... über die Derby-Atmosphäre am Samstag: „Ich finde, alle Derbys sind auf ihre Art speziell. Ich habe mit Düsseldorf gegen Köln gespielt und mit dem FC gegen Gladbach. Jetzt wird es gegen Bayer auch eine großartige Atmosphäre werden. Es geht um einiges: Leverkusen kämpft um Europa, wir kämpfen um den Klassenerhalt. Das wird bestimmt ein gutes Spiel.“

...über sein Deutsch – er versteht alles und antwortet noch auf Englisch: (lacht) „Gebt mir noch den Sommer. Wenn ich aus dem Urlaub zurückkomme, spreche ich Deutsch. Ich nehme weiter Unterricht und kann es bisher nicht hundertprozentig. Aber es geht schon ganz gut.“

Wagner und Bülter im Einzelgespräch am Geißbockheim:

Einzelgespräch mit Stürmer

FC vor Derby angespannt – Bayer wankt