Dieses Experiment ging nicht auf. René Wagner hatte sich einen Zehner-Plan für das Pokalspiel in Würzburg ausgedacht, diesen muss der FC-Trainer aber wieder begraben.
Nicht überzeugtWagners Zehner-Plan geht schief: „Keine Thematik für jedes Spiel“

Der 1. FC Köln hat sich in die zweite Runde des DFB‑Pokals geduselt. Die Elf von René Wagner (38) setzte sich nach zähem Spielverlauf mit 2:1 beim Drittligisten Würzburger Kickers durch.
Nach sechs Wochen Vorbereitung war vor allem die erste Startelf der Saison mit Spannung erwartet worden. Dabei gab es durchaus eine Überraschung: Linton Maina saß als Gewinner der Vorbereitung zunächst nur auf der Bank. Vorne sollten es neben Said El Mala und Ragnar Ache, die gesetzt waren, stattdessen Marius Bülter und Jan Thielmann richten.
Thomas Kessler: „Lasst euch überraschen“
Ein Plan, der gerade im ersten Durchgang nicht aufging. Vor allem Thielmann fremdelte als verkappter Zehner in dem System, hatte kaum eine gute Aktion.
Dabei ging der 24-Jährige nach starker Vorbereitung selbstbewusst in das Spiel. Er hatte bereits vorher angekündigt, dass er sich in der Startelf sehe. Er wolle die guten Leistungen nun in den Pflichtspielen bestätigen, denn eine gute Vorbereitung sei nur „die halbe Miete“.
In Würzburg gelang ihm das nicht. Kaum ein Angriff lief über ihn, ob im Zentrum oder über halbrechts: Thielmann war nie ein Faktor im Kölner Offensivspiel. Stellt sich die Frage nach Thielmanns Rolle im Wagner-System.
„Das ist jetzt sicherlich nicht eine Thematik, die wir jetzt für jedes Spiel haben. Wir haben uns überlegt, wie wir in der Offensive noch einen Offensivspieler mehr auf dem Platz haben können. Ob das jetzt eine Lösung für 34 Bundesligaspieltage ist, lasst euch überraschen“, sagte Thomas Kessler augenzwinkernd.
Was er meinte: Es ist KEINE Lösung für 34 Bundesligaspiele. Im Optimalfall stößt diese Woche auch noch Mikey Moore dazu. Der Transfer hängt weiter in der Schwebe, die Verantwortlichen hoffen aber auf einen zeitnahen Durchbruch.
Der junge Engländer soll das Kreativproblem im Zentrum beheben. Thielmann könnte dann wieder auf den rechten Flügel, muss sich dort aber mit Maina duellieren. Der Joker bereitete am Montag den Siegtreffer vor und drängt in die Startelf für das Hoffenheim-Spiel.

