FC-Marketingchef Philipp Liesenfeld spricht über die Trikotverkäufe rund um Said El Mala und kündigt ein Rekordergebnis an.
FC-Boss über El-Mala-Hype„Nicht unverhältnismäßig in den Vordergrund gestellt“

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Said El Mala ist auch im FC-Marketing das große Zugpferd.
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Said El Mala ist für den 1. FC Köln nicht nur sportlich, sondern auch im Merchandising ein Zugpferd. „Deutlich mehr als die Hälfte“ der Trikots, die mit Spielerbeflockung gekauft werden, tragen seinen Namen, verriet FC-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger.
Dass die Verkäufe nach El Malas Vertragsverlängerung und der Vergabe der Rückennummer 10 angezogen haben, sei eine „logische Konsequenz“ der Begeisterung für den Offensivspieler, so der Geschäftsführer Marketing & Vertrieb: „Wir sind glücklich, einen Spieler im Kader zu haben, mit dem sich die Menschen so sehr identifizieren können.“
„Spricht nichts dafür, dass die Öffentlichkeit geschadet hat“
Der FC hatte El Malas Vertragsverlängerung unter anderem in den Sozialen Medien groß zelebriert. „Die Kommunikation war mit allen abgestimmt, im Sport wie im Marketing“, betonte Liesenfeld. Dass sich die öffentliche Wahrnehmung durch die Berufung in die Nationalmannschaft und die Rückennummer 10 verändert habe, sei für Liesenfeld „vollkommen normal“. Der Klub habe diesen besonderen Moment angemessen begleiten wollen.
Kritik, der FC fördere den Hype um El Mala zu stark, höre man sich zwar an, sagte Liesenfeld. Er sehe aber keinen Beleg dafür, dass die Aufmerksamkeit sich für den Youngster negativ auswirke.
„Wir haben ihn nicht unverhältnismäßig in den Vordergrund gestellt – Neuzugänge oder andere wichtige Personalien werden bei uns in einer ganz ähnlichen Form präsentiert. Eine Entscheidung, bei der alle applaudieren, gibt es nicht. Wir haben abgewogen, was für Klub und Spieler sinnvoll ist“, betonte er: „Wenn ich beobachte, wie fokussiert er auftritt und trainiert, spricht nichts dafür, dass die Öffentlichkeit geschadet hat.“
El Mala soll freilich nicht zur alleinigen Werbefigur des Vereins werden. Bei Trikot-Launches und Kampagnen sollen weiterhin mehrere Spieler im Fokus stehen. „Said zieht Reichweite an, davon profitieren wir, klar. Wir dürfen die Schraube nicht überdrehen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass wir das tun“, so der Marketingchef. Er machte deutlich: „Wir vermarkten nicht einen Spieler, sondern den Klub. Kein Spieler ist größer als der Klub.“

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Philipp Liesenfeld arbeitet seit 2012 für den FC, seit Mai 2025 ist er Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb.
Inzwischen setzt der FC auf Eigenvermarktung. Seit Sommer 2025 habe der Klub die Strukturen aufgebaut, um Aufgaben des früheren externen Vermarkters Infront nach und nach selbst zu übernehmen. „In diesem Sommer stand dann die erste echte Vermarktungsphase im neuen Konstrukt an, und das Ergebnis war ein großer Erfolg“, so der Geschäftsführer.
Das Ergebnis will der Verein auf der Mitgliederversammlung 2027 präsentieren. Liesenfeld kündigt an: „Es wird ein Rekordergebnis sein.“ Konkrete Zahlen nannte er im Interview nicht, betonte aber: „Die Menschen, die uns vermarkten, sind im Klub verankert und kennen die Besonderheit des Vereins. Ich bin fest überzeugt, dass es besser funktioniert, wenn wir es selbst machen.“ (red)
