Der ältere Bruder Malek von FC-Jungstar Said El Mala aus der U21 könnte am Samstag gegen Schalke erstmals im Kader sein.
El-Mala-Doppel beim FC?Wagner erklärt: So stehen die Debüt-Chancen für Malek
Malek El Mala drängt sich auf. Der ältere Bruder von Said El Mala ist einer der Kandidaten, die René Wagner für einen Kader-Platz auf dem Zettel hat.
Der Cheftrainer des 1. FC Köln braucht dringend Alternativen, denn im Angriff wird es verletzungsbedingt eng. Am Samstag (24. Oktober 2026, 15.30 Uhr) steigt das richtungsweisende Heimspiel gegen den FC Schalke 04.
Malek El Mala in der FC-U21 zuletzt treffsicher
Die Visitenkarte von El Mala, der bislang noch keinmal bei den Profis auf der Bank saß, kann sich sehen lassen. In Rödinghausen schoss der 21-Jährige die U21 am vergangenen Wochenende mit zwei Treffern zum 3:2-Sieg in der Regionalliga. Gegen die Schalker Reserve wurde er unter der Woche eingewechselt und netzte direkt wieder ein.
Vier Saisontore stehen für ihn in der Regionalliga West schon zu Buche, die Formkurve zeigt nach ausgestandener Verletzung steil nach oben. Nur eins fehlt noch: das erste Spiel bei den Profis.
Festnageln ließ sich Wagner am Donnerstagmittag aber noch nicht. „Malek ist mit Sicherheit eine der Optionen, die uns zur Verfügung stehen“, so der Coach. Allerdings haben auch weitere U21-Kicker Werbung in eigener Sache gemacht.
Im Abschlusstraining am Freitag soll noch ein Talent bei den Profis mittrainieren, ehe Wagner seine Entscheidung trifft. Heißester Konkurrent von El Mala ist Nilas Yacobi (19), den Wagner als die „zweite sehr heiße Aktie“ bezeichnete.
Für beide wäre es ein Auftritt mit großer Kulisse. Schalke ist als Aufsteiger ordentlich in die Saison gekommen, kam zuletzt aber ins Stolpern. Und dann ist da noch dieser Traum: Die beiden Brüder El Mala wollen zusammen im FC-Trikot auf dem Rasen stehen.
Die Fans sehnen diesen Moment schon ewig herbei. Auch Thomas Kessler, Geschäftsführer Sport, hatte den Stürmer bereits vor einiger Zeit in höchsten Tönen gelobt: „Er hat Qualitäten rund um die Box und ein unglaubliches Näschen für torgefährliche Räume.“
FC braucht gegen Schalke mehr Durchschlagskraft
Genau solche Fähigkeiten braucht der FC momentan dringend. Denn die Gäste werden sich am Samstag tief hinten reinstellen – das hat Wagner klar erkannt. Er warnt vor allem vor ihren schnellen Gegenstößen: „Die Schalker sind brutal gut in den Basics. Sie verteidigen mit Leidenschaft und suchen schnell den Weg zum Tor.“
Hinzu kommt: Es müssen mehr Tore her. Wagner will, dass sich deutlich mehr Leute im Sechzehner tummeln. „Wir müssen mehr Spieler in die Box bekommen“, fordert er. Und genau da kommt ein Joker wie El Mala ins Spiel.
Die lange Verletztenliste beschäftigt den FC weiter, auch wenn sich langsam Besserung abzeichnet. Gegen Schalke wird Ragnar Ache so gut wie sicher fehlen. „Er ist aktuell teilintegriert. Für Samstag wird er höchstwahrscheinlich noch keine Option sein“, erklärt Wagner. Eher denkbar ist ein Comeback im Pokal, wenn am 27. Oktober Union wartet.
Vorne muss Wagner außerdem auf Thijs Dallinga (Kreuzband) und Imad Rondic (Muskel) verzichten. In der Reha schuften Ellyes Skhiri, Rav van den Berg und Timo Hübers. Anders sieht es bei Joel Schmied aus: Der Verteidiger hat seine Probleme am Sprunggelenk hinter sich und trainiert wieder mit. Wagner stellt klar: „Er ist voll einsatzfähig.“
Daheim läuft es bislang: Sieben von neun möglichen Punkten hat der FC vor eigenem Publikum gesammelt. Geht es nach Wagner, soll diese Serie ohne Pleite weiterlaufen. Ob das klappt, entscheidet sich am Samstagnachmittag in Müngersdorf. (red)

