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Bosse noch uneinigEl-Mala-Entscheidung beim FC steht unmittelbar bevor

Beim 1. FC Köln gibt es noch keine Neuzugänge. Vieles hängt vom Umgang mit Said El Mala ab. Eine Entscheidung steht unmittelbar bevor.

Der 1. FC Köln hatte sich eigentlich einen Vorsprung erarbeitet. Zwei Spieltage vor dem Saisonende stand der Klassenerhalt schon fest. Doch auf dem Transfermarkt gab es bislang noch keine Neuverpflichtung. 

Lediglich die beiden Leihspieler Tom Krauß (für 3,5 Millionen Euro aus Mainz) und Jakub Kaminski (für 5,5 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg) wurden fest verpflichtet. Ob Jahmai Simpson-Pusey von Manchester City für rund acht Millionen Euro verpflichtet wird, ist noch unklar. Bei den Leihspielern Kristoffer Lund (Palermo), Felipe Chavez (FC Bayern München) und Cenk Özkacar (FC Valencia) wurden die Kaufoptionen nicht gezogen.

1. FC Köln berät über El Mala: Verkaufen oder behalten?

Dass Sportgeschäftsführer Thomas Kessler noch keine weiteren Entscheidungen getroffen hat, hat einen Grund: Hinter den Kulissen wird bei den Entscheidern in den Gremien heftig diskutiert, wie man mit Said El Mala (19) umgeht. Verkaufen? Oder noch ein Jahr behalten? Schließlich hat El Mala noch einen Vertrag ohne Ausstiegsklausel bis 2030.

Dem Vernehmen nach will Kessler allerdings das Angebot des FC Brentford annehmen. Dabei soll der FC rund 50 Millionen Euro einnehmen. Für Köln absoluter Transferrekord! Kessler hatte zuletzt schon gesagt, dass er „gesprächsbereit“ sei.

Der England-Klub hat sich mit der El-Mala-Familie über die Modalitäten schon ausgetauscht. Ob das Vertragsangebot tatsächlich angenommen wird, muss Mutter Sabrina, die ihren Sohn vertritt, noch final entscheiden. Das soll in den nächsten Tagen passieren. Auch ein Abgang von Bruder Malek (21) steht dabei im Raum.

Und auch bei den FC-Bossen naht eine Entscheidung: Verkaufen oder behalten? Kessler drückt dabei aufs Gaspedal, denn er könnte dann anfangen, den Kaderumbruch endlich voranzutreiben. Nach sieben Abgängen (Martel, Heintz, Kainz, Chavez, Kilian, Lund und Özkacar) könnten weitere Spieler wie Huseinbasic, Thielmann oder Maina den Klub verlassen.

Auf der Einkaufsliste stehen Innenverteidiger mit linkem Fuß, Linksverteidiger, Mittelfeldspieler und Stürmer. Kessler und sein Team haben schon diverse Angeln ausgeworfen. Mit den El-Mala-Millionen könnte man bei Zugängen jeweils ein Regal höher attackieren.

Doch hinter den Kulissen wird noch kontrovers diskutiert. Lionel Souque, Vorsitzender des Aufsichtsrats und Rewe-Boss, sagte schon vor einigen Wochen, dass er El Mala gerne behalten würde. Mit einem Rewe-Sponsoring soll das Gehalt von Said aufgebessert werden.

FC-Präsident Jörn Stobbe sagte vor einigen Tagen im Podcast „L'Immo“: „Wir wären ja schön bescheuert, einen so tollen Spieler einfach frühzeitig gehen zu lassen. Natürlich können wir ihm ein Umfeld bieten, in dem er sich wunderbar entwickeln kann. Er ist ein ganz junger Spieler, hochtalentiert. Natürlich werden wir ihm ein Angebot machen mit unserem Umfeld, nicht nur finanziell – aber auch finanziell. Er hat einen Vertrag, der noch richtig lange läuft.“

Vizepräsident Ulf Sobek meinte zur El-Mala-Thematik vor wenigen Tagen: „Die Optionen liegen auf dem Tisch, wir haben verschiedene Szenarien aufgestellt. Bei einem Transfer hätten wir mehr Geld zur Verfügung, dafür müssen wir aber die Torquote wieder einkaufen. Die Entscheidung könnte aber großen Einfluss darauf haben, in welchem Regal wir dann einkaufen.“

Sobek konnte keine Tendenz verraten: „Es ist komplett ergebnisoffen. Wir wägen alles gegeneinander ab und diskutieren im Vorstand mit dem Gemeinsamen Ausschuss und der sportlichen Leitung. Es ist eine strategische Entscheidung, aber am Ende trifft Thomas Kessler die. Wir können nur beraten, er hat das Heft des Handelns in der Hand. Dann gibt er eine Empfehlung ab, der folgen wir oder auch nicht.“

Am Ende muss also der Gemeinsame Ausschuss mit Präsident Jörn Stobbe, den Vizepräsidenten Jörg Alvermann und Ulf Sobek, Mitgliederrat-Boss Fabian Schwab, Stellvertreterin Stacy Krott, Aufsichtsrat-Boss Lionel Souque sowie der Vorsitzende des Beirats, Klaus Behrenbeck, entscheiden. In dem siebenköpfigen Gremium muss es eine einfache Mehrheit geben, heißt mindestens 4:3. Doch da herrscht noch kein Konsens.

Kölns Cheftrainer Rene Wagner (links) mit Felipe Chavez, Jahmai Simpson-Pusey und Fynn Schenten.
Nächste Entscheidung fix
FC trennt sich von weiterem Spieler