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Ausgerechnet in KölnFC-Leihgabe winkt Startelf-Rückkehr nach Leidenszeit

Der 1. FC Köln hatte Jaka Cuber Potocnik für mehr Spielzeit und den nächsten Schritt zu Rot-Weiss Essen verliehen. Verletzungsbedingt stagniert der Slowene, darf aber auf eine große Chance hoffen.

Sieben Spieler hat der 1. FC Köln in der aktuellen Rückrunde an andere Vereine verliehen, für Profis mit wenige Spielzeit und Talente in der Entwicklung soll es bei den externen Stationen aufwärtsgehen. Doch längst nicht alle Kölner erleben anderswo eine Erfolgs-Saison.

Besonders bitter verläuft das Jahr fernab des Geißbockheims für Sturm-Talent Jaka Cuber Potocnik (20). Der Slowene sollte bei Rot-Weiss Essen an höheres Niveau herangeführt werden und sich in der 3. Liga regelmäßig beweisen. Doch obwohl Trainer Uwe Koschinat (54) große Stücke auf ihn hält, kommt der Junioren-Nationalspieler kaum zum Zug.

Potocnik bei RWE seit November nicht von Beginn an

Gleich drei Verletzungen bremsten Potocnik in dieser Saison schon aus. Dass der Angreifer seit inzwischen rund sechs Wochen verletzungsfrei geblieben ist: Angesichts dieser Historie bereits ein kleiner Erfolg.

Klar ist aber auch, dass die vielen Ausfallzeiten die FC-Leihgabe im Rennen um die Stammplätze bei RWE entscheidend zurückgeworfen haben. In den vergangenen sechs Spielen kam er stets als Einwechselspieler auf den Platz.

Im 4-2-3-1 von Koschinat ist der Platz an vorderster Front an Torjäger Marek Janssen (28) vergeben, der mit 13 Saisontoren in 23 Spielen zuverlässig knipst.

Nach zwei Regionalliga-Jahren war der 1,95 Meter große Hüne zu Saisonbeginn noch gar nicht als Nummer eins im Sturm eingeplant, nach vielen Joker-Einsätzen hat er seit dem Jahreswechsel aber einen Lauf mit neun Toren in zehn Spielen in 2026.

Einwechslung von Jaka Cuber Potocnik: Trainer Uwe Koschinat gibt letzte Anweisungen.

Copyright: IMAGO/Markus Endberg

Bei Trainer Uwe Koschinat war Jaka Cuber Potocnik (r.) zuletzt nur als Joker gefragt.

Potocnik muss sich da erst mal hinten anstellen, erhält ausgerechnet in Köln aber womöglich jetzt die große Chance: Wegen Problemen an der Achillessehne ist Janssen für das Essener Gastspiel bei Viktoria am Sonntagabend (19.30 Uhr) fraglich. Potocnik, der fast immer für seinen Sturm-Kollegen eingewechselt wurde, wäre der naturgemäße Vertreter.

An seinen letzten Startelf-Einsatz für den aktuellen Tabellendritten hat Potocnik gemischte Erinnerungen: Zwar erzielte er am 8. November beim 2:1 in Ingolstadt das 1:0 für RWE, nach einem Muskelbündelriss fehlte er anschließend aber für drei Monate. Sonntag wird auch der FC genau hinschauen, ob das Talent vor der eigenen Haustür noch einmal neuen Schwung für den Endspurt einer komplizierten Saison nehmen kann.

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