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Anzeichen verdichten sichFC-Neuling winkt erster großer Vertrag

Aktualisiert:

Beim 1. FC Köln könnte in diesen Tagen eine große Trainerkarriere starten. Trainer-Neuling René Wagner soll den Klub durch eine schwierige Phase steuern und den Klassenerhalt schaffen. Der FC hat dann einiges mit ihm vor.

Lukas Kwasniok (44) war nicht gerade eine günstige Lösung auf der Trainerposition. Der 1. FC Köln zahlte rund eine Million Euro Ablöse an den SC Paderborn, um den Coach ans Geißbockheim zu holen. Er wurde mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattet, das jährliche Gehalt soll bei 1,2 Millionen Euro gelegen haben.

Doch Kwasniok überstand keine Saison, im März 2026 war Schluss. Die Abfindung bei einer Trennung wurde zuvor im Vertrag schriftlich fixiert, sie soll bei rund einer Million Euro liegen. So hat der FC alleine zwei Millionen Euro für das Kommen und Gehen eines Trainers bezahlt, hinzu kommt rund eine Million an Gehalt.

Köln-Präsident Jörn Stobbe: René Wagner ist kein Experiment

Jetzt geht man einen komplett anderen Weg. In dieser Phase der Saison einen sehr mutigen! Denn man überträgt die Verantwortung auf einen Trainer-Neuling, der noch nie Chef einer Bundesligamannschaft war. René Wagner (37) ist erst einmal Interimstrainer bis zum Saisonende.

Sein Einstand hätte besser kaum laufen können: Punkt in Frankfurt (2:2), Heimsieg gegen Werder Bremen (3:1). Macht einen Schnitt von zwei Punkten pro Spiel! Zum Vergleich: Kwasniok gehörte mit einem Punkt im Schnitt pro Spiel zu den schlechteren Trainern der vergangenen Jahre.

Jetzt verdichten sich die Anzeichen, dass Wagner vor seinem ersten großen Vertrag als Bundesligatrainer steht. Zwar arbeitet er seit Jahren in Liga eins, bislang allerdings immer nur im Hintergrund als Assistent.

Bei der Rettung soll er Cheftrainer der Kölner werden. Das ist nach Informationen von EXPRESS.de der klare Plan von Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40)! Gelingt der Klassenerhalt, setzt man sich zusammen und handelt ein Arbeitspapier aus.

Nach seinem ersten Sieg mit dem FC in der Bundesliga und seinem ersten Erfolg im heimischen Rhein-Energie-Stadion betonte Wagner, dass es aber erstmal nicht um sein persönliches Schicksal geht.

„Es fühlt sich für uns super an. Ich habe in den vergangenen Wochen betont, dass es hier gar nicht um mich geht. Wir wollen als Verein in der Liga bleiben. Und da freue ich mich für den Staff und die Mannschaft und alle anderen“, betonte er.

Seine Philosophie: „Wenn ich Erfolg haben möchte, müssen alle anderen um mich herum Erfolg haben. Das war gegen Bremen der Fall. Nur so geht es in meiner Welt. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen genauso weitermachen können.“

Schon am Freitag (17. April 2026, 20.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) will Wagner mit seiner Mannschaft beim FC St. Pauli nachlegen. Mit einem Sieg könnte man einen riesigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen.

Im EXPRESS.de-Interview zeigte sich auch FC-Präsident Jörn Stobbe (60) voll von Wagner überzeugt. Als Experiment wollte er die Personalie auf keinen Fall sehen: „Nein! Wir wissen natürlich, dass René noch keine Erfahrung als Cheftrainer hat, aber wir sind von seinen fachlichen Qualitäten überzeugt. Wie Thomas Kessler es schon gesagt hat: Es geht nicht darum, jetzt alles anders zu machen. Die Mannschaft hat unheimlich viel gut gemacht. Jetzt geht es darum, die letzten Prozent rauszukitzeln. René kennt die Mannschaft perfekt, er kennt Köln und den Verein sehr gut. Für uns ist das also kein Experiment, sondern die Lösung, bei der wir die höchste Wahrscheinlichkeit des Erfolgs sehen.“

Auch auf Sicht soll Wagner für Erfolge sorgen. Fakt ist: Der FC will endlich mehr Kontinuität auf der Trainerposition. Alleine in den vergangenen acht Jahren gab es elf Trainer und zwölf Wechsel auf der Position. Wagner könnte jetzt in Köln eine große Trainerkarriere starten und diesen FC-Trend durchbrechen.

Jonas Hector, Mark Uth und Hannes Dold beim FC auf der Tribüne.

„Hat Köln wieder beschrieben“

Hector berichtet von Erlebnis nach FC-Spiel im Stadion