„Natürlich für beide Seiten gut, wenn...“ Wehrles Wunschzettel für seine letzten FC-Wochen

Alexander Wehrle steigt am Geißbockheim aus seinem Auto.

Alexander Wehrle am 24. Januar 2022 am Geißbockheim

Alexander Wehrle verlässt den 1. FC Köln, wird Vorstandsvorsitzender beim VfB Stuttgart. Seine Wünsche vor dem Abgang vom Geißbockheim.

Montagabend (31. Januar 2022) schloss das Transferfenster. Einen ganz bedeutenden Abschied wird es beim 1. FC Köln aber erst in den kommenden Wochen geben – den Wechsel von Geschäftsführer Alexander Wehrle (46) zum VfB Stuttgart. So soll sein Abgang laufen.

Kurz vor Weihnachten gaben die Klubs bekannt, dass Wehrle neuer Vorstandsvorsitzender beim VfB wird. Nach neun Jahren biegt er auf die FC-Zielgerade ein. Wehrles Wunschzettel für seine letzten Köln-Wochen:

Alexander Wehrle: „Dann werden wir uns zusammensetzen“

Abschied nicht auf den letzten Drücker: Der FC und Stuttgart verkündeten einen Wechsel „im Laufe des Aprils“. Der konkrete Zeitpunkt ist nach EXPRESS.de-Informationen weiterhin offen, soll Stand jetzt aber im März liegen. Dann müssen Mitte des Monats wie gewohnt die Unterlagen zur Lizenzierung eingereicht werden – nach der Transferphase ist die nächste wichtige Baustelle abgehakt.

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Alexander Wehrle erklärte in der Länderspielpause bei der von EXPRESS.de-Sportchef Marcel Schwamborn (49) moderierten Talkrunde „Loss mer Schwade“: „Ich bin mit dem Präsidenten so verblieben, dass es jetzt ganz wichtig ist, einen sauberen Übergang zu machen mit Philipp Türoff, um ihn in alle Themen einzuarbeiten. Und ihn auch den Personen vorzustellen, mit denen es gilt, weiter zusammenzuarbeiten. Dann werden wir uns zusammensetzen.“

Kölns Noch-Geschäftsführer meint: „Natürlich ist es für beide Seiten gut, wenn es nicht bis tief in den April reingeht, es ist sinnvoller, wenn der Kollege (Türoff, Anm. d. Red) selber Entscheidungen trifft. Christian Keller kommt am 1. April dazu, dann ist die Geschäftsführung wieder zu zweit. Auch in Stuttgart ist es sinnvoll, wenn der Vorstand frühzeitig wieder komplett ist.“

Wehrle betont aber auch immer wieder, dass er so lange bleibt, wie der Vorstand es für nötig hält. Durch die neuen Zuschauer-Beschränkungen müssen die Geißböcke nun erneut Mezzanine-Kapital beschaffen – da können seine Kontakte nicht schaden.

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Alexander Wehrle: FC-Abschied „hoffentlich auf Platz sechs“

Europapokal-Platz: Wehrle will den FC am liebsten im oberen Tabellendrittel übergeben: „Hoffentlich auf Platz sechs oder sieben.“ Bei seinem Bald-Klub herrscht dagegen Alarmstufe Rot. Der VfB Stuttgart steht (elf Punkte hinter Köln) auf Rang 17, muss um den Klassenerhalt bangen.

„Natürlich schaue ich auch mit einem Auge schon nach Stuttgart, das ist ja ganz klar“, verrät Wehrle. Noch fiebert er aber voll mit dem FC. „Man kann ja mal meine Sitznachbarn fragen. Als wir in Bochum das 2:1 gemacht haben, hat der eine oder andere einen blauen Fleck davongetragen.“

Wehrle verspricht: „Ich bin professionell genug, hier bis zum letzten Tag alles zu geben. Ich glaube, das ist auch mein Anspruch nach fast neun Jahren, weil der Verein, die Stadt und die Menschen hier mir wirklich ans Herz gewachsen sind.“

Geißbockheim-Durchbruch: Den ersten Spatenstich des seit Jahren geplanten Umbaus wird der Schwabe nicht mehr als FC-Boss erleben, doch er hofft, dass in den nächsten Wochen noch Bewegung in das Dauer-Nervthema kommt: „Da wünsche ich mir jetzt, vielleicht so als Abschiedsgeschenk für mich, dass unsere 113.000 Mitglieder und die 1,5 Millionen Fans, die wir haben, sagen: Leute, jetzt reicht’s wirklich. Da wünsche ich mir ein bisschen mehr Stimmung.“

Denn: „Man muss sagen, das ist schon wirklich ein Skandal. Dass wir seit 2014, als nicht ganz unbedeutender Klub in dieser Stadt, versuchen, drei Fußballplätze zu bauen und ein Leistungszentrum auf versiegelter Fläche.“

OB Henriette Reker (65) erklärte zuletzt zwar: „Es ist das Zeichen der Zeit, den Grüngürtel nicht mehr mit Fußball-Plätzen zu bebauen.“ Laut Wehrle ist allerdings eine „Kompromisslösung“ in Sicht. Womöglich verzichtet der FC auf die Gleueler Wiese. Klappt der Kompromiss und geht das Normenkontrollverfahren positiv aus, „könnte man spätestens Anfang nächsten Jahres anfangen zu bauen. Ich würde dann sicherlich auch zum Richtfest vorbeikommen“, so Wehrle grinsend.

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