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700 Fans gestopptWut auf Polizei: „Stadien bald tot“ – Kwasniok reagiert

Polizeieinheiten laufen zum Eingang am Rhein-Energie-Stadion.

Copyright: Martina Goyert

Symbolbild: Polizeieinheiten laufen zum Eingang am Rhein-Energie-Stadion. Am 14. Februar 2026 durften 700 FC-Fans nicht weiter nach Stuttgart reisen.  

Vor dem Spiel des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart gab es eine massive Polizeimaßnahme auf einer Autobahnraststätte. Nach einigen Stunden war klar, dass rund 700 FC-Fans die Weiterreise verboten wurde. Jetzt wird heftig diskutiert.

Große Teile der aktiven Fanszene des 1. FC Köln durften am Samstag (14. Februar 2026) nicht weiter zum Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart reisen. Zwölf Busse waren auf eine Raststätte bei Siegburg gefahren. Fan-Busse mit Ultras von Borussia Mönchengladbach waren auf dem Weg nach Frankfurt, sie fuhren am Halt der FC-Busse vorbei.

In der Folge wurden die Kölner Fans auf dem Rasthof von Polizisten eingekesselt. Es wurde viel diskutiert und es folgten Durchsuchungen. Die Aktion dauerte knapp zwei Stunden, mit bitterem Ende für die FC-Fans. Sie erhielten ein Betretungsverbot für das Stuttgarter Stadion und die Auflage, nicht weiterzufahren. Ein Polizeisprecher bestätigte dies gegenüber EXPRESS.de und sagte: „Wir begleiten die Fans zurück nach Köln.“

Fans wütend nach Anreiseverbot: „Zum Kotzen!“

Der FC teilte dann auf EXPRESS.de-Nachfrage mit: „Die aktive Fanszene des FC wird beim Auswärtsspiel in Stuttgart fehlen. Die Polizei hat uns darüber informiert, dass sie die Busse auf der Anreise am Rasthof Siegburg gestoppt und die Weiterfahrt untersagt habe, da laut Polizei eine Auseinandersetzung mit Fans von Borussia Mönchengladbach auf ihrem Weg zum Auswärtsspiel nach Frankfurt gedroht haben soll. Die Busse wurden zurück nach Köln geschickt. Es handelt sich um ca. 700 Personen.“

In der Fanszene wird nun heftig diskutiert. Einige halten es für okay, wenn gewaltbereite Fans rausgezogen werden, andere verurteilen die Maßnahmen aufs Schärfste, da es sich auch um Kollektivstrafen handelt.

In den sozialen Netzwerken schreibt ein Fan, dass Köln einmal mehr benachteiligt wird: „Klasse! Der VAR tut, was er kann, und jetzt auch noch der Innenminister als Leverkusen-Fan.“ Hintergrund: Herbert Reul ist Leverkusen-Fan.

„Wahnsinn. Sowas ist einfach zum Kotzen. Da müssen die Fanszenen zusammenhalten. Wir hätten euch gern im Neckarstadion zu einem geilen Duell empfangen“, heißt es von Stuttgarter Seite. Einige VfB-Fans schlugen sogar vor, den Support aus Solidarität mit den Kölnern zeitweise einzustellen.

Andere befürchten bei weiteren Vorfällen wie dem in Siegburg: „Es wird passieren. Bald sind die Stadien tot, nur noch Event-Fans und lauter Schlipsträger auf den Tribünen.“ Ein anderer meint: „Staatsdienstler können das auch nicht nachvollziehen. Das ist pure Willkür und gehört gesetzlich verboten.“

Einige fragten sich, warum denn die Gladbach-Fans weiter Richtung Frankfurt reisen durften. „Warum Köln und nicht beide? Macht einfach mal gar keinen Sinn.“ Oder: „Traurig. Fußball macht keinen Spaß mehr.“

Auch unter einem entsprechenden Beitrag des FC auf der Plattform X wird heftig diskutiert. Ein Fan meint: „Wird seine Gründe haben und das ist gut so!“ Andere können die Maßnahmen der Polizei nicht nachvollziehen: „Es reicht! Der FC sollte entschlossener gegen die Willkür der Polizei vorgehen. Es gibt kein Spiel mehr, wo die FC-Fans nicht von der Polizei schikaniert werden!“

Ein weiterer Beitrag: „Würden Fußball-Fans aufhören, aufeinander einzuprügeln, hätte die Polizei keine Argumente mehr, Stadionbesuche zu verbieten. Ich mag eine tolle Stimmung und auch wieder friedlich nach Hause kommen. Es ist wirklich traurig, da die Kölner im Karneval ein Highlight sind.“

FC-Trainer Lukas Kwasniok (44) sagte zu den Vorfällen: „Es wird leiser sein, die genauen Hintergründe kenne ich nicht. Wir müssen das akzeptieren und hinnehmen. Trotzdem wollen wir alle mit einem Sieg happy machen.“

Die Polizei stoppte die anreisenden Kölner Fans. (Symbolfoto)

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