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FC verliert Juwel ablösefrei Özcans letzter Wunsch vor seinem Abschied

Oezcan_Zeefuik

Salih Özcan (l.) am 15. Mai 2021 im Spiel bei der Hertha gegen Deyovaisio Zeefuik.

Köln – Einst galt Salih Özcan (23) als vielversprechendstes Talent des 1. FC Köln, er ist Träger der Fritz-Walter-Medaille in Gold. Durchsetzen konnte er sich bei seinem Heimatklub nie, trotz 63 Bundesliga- und 43 Zweitliga-Spielen mit erst 23 Jahren. Die Gespräche zwischen dem Junioren-Nationalspieler und dem Klub über eine Verlängerung seines Vertrags sind gescheitert. Ein fatales Zeichen an die Nachrücker. Und doch hat der türkischstämmige Mittelfeldspieler noch ein großes Ziel bei seinem Verein.

  • Salih Özcans Vertrag beim 1. FC Köln läuft aus
  • Eigengewächs bekam nicht genug Vertrauen
  • Gespräche von Salih Özcan und dem 1. FC Köln sind gescheitert

Nur 33 Minuten spielte Salih Özcan bei seinen letzten Einwechslungen in den letzten beiden Spielen. Doch immerhin wusste wenigstens er da kurz zu imponieren. Sowohl beim 1:4 gegen Freiburg als auch bei der Nullnummer gegen die Hertha überzeugte er mit resoluter Zweikampfführung. Elvis Rexhbecaj (23), der von Friedhelm Funkel (67) den Vorzug bekommen hatte, darf sich da gerne ein Beispiel nehmen.

Salih Özcan wurde brutal enttäuscht

„Egal wieviel Minuten mir noch auf dem Rasen bleiben, ich will meinen Beitrag leisten, dass wir den Abstieg noch abwenden“, sagt Özcan. Sein Stern ging unter Peter Stöger in der Saison 2016/17 auf, dann aber stieg der FC im Jahr darauf ab – und Özcan geriet in den Turbulenzen unter die Räder. Eine Lobby im Klub hatte er nie. Ein grausamer Fehlpass gegen den VfL Bochum kostete ihn seinen Platz im Team von Markus Anfang – er bekam nie mehr wirklich eine Chance.

Seine Leihe zu Holstein Kiel sollte die Wende bringen. Özcan reifte menschlich und sportlich, überzeugte fern der Heimat. Früh warben Ex-Trainer Markus Gisdol (51) und Geschäftsführer Horst Heldt (51) um seine Rückkehr. Özcan fasste Vertrauen – und wurde enttäuscht. Schnell war er bei Gisdol wieder außen vor, anderen wurden Fehler verziehen, dem Eigengewächs nicht. Da hatte Heldt in den Gesprächen wenig Argumente.

Noah Katterbach zweimal nicht im Kader des 1. FC Köln

Ob Özcan bei einem neuen Verein glücklich wird, ist ungewiss. Sicher ist: Dass er seinen Durchbruch beim 1. FC Köln nicht schafft, ist eine bittere Niederlage für den Klub. Denn so hochdekoriert war vor ihm Yannick Gerhardt (27) und nach ihm Florian Wirtz (18) und zweimal Noah Katterbach, der ebenfalls gerade ein Tal durchläuft und von Friedhelm Funkel zweimal nicht in den Kader berufen wurde. Özcan war Kapitän aller Junioren-Nationalmannschaften und spielt nun noch Europameisterschaft und Olympia. Der FC aber verliert eine Zukunftshoffnung ablösefrei, was angesichts der Situation des Klubs eigentlich nicht passieren darf. Ein schwieriges Signal, auch Richtung eigene Jugend.

Doch das ist in dieser Woche erstmal alles egal. Özcan: „Der FC wird immer mein Verein bleiben und natürlich will ich nicht noch ein zweites Mal absteigen. Das war schon damals ein furchtbares Gefühl. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir Schalke schlagen und es noch schaffen.“

Friedhelm Funkel darf sich zwar auf die Rückkehr von Jonas Hector (30) freuen, doch da Ellyes Skhiri (26) gesperrt fehlt, muss der Trainer eine zweite Stelle im Zentrum besetzen. Da fällt die Wahl entweder auf Rexhbecaj, den Ex-Schalker Max Meyer (25) oder eben Özcan. „Wenn der Trainer mich braucht, will ich bereit sein.“