Der 1. FC Köln will gerne Talente ausbilden und dann auch zu Profis entwickeln. Das gelingt allerdings nur selten. Jetzt will ein weiterer Spieler woanders sein Glück finden.
„Mangelnde Perspektive“Nächster Nachwuchsspieler will Köln verlassen

Verlässt der nächste Nachwuchsspieler das Geißbockheim?
Stürmer Mansour Ouro-Tagba (21) wurde 2024 aus Regensburg geliehen und 2025 verpflichtet. Er erhielt am Geißbockheim einen Vertrag bis 2028, aber nicht viel Spielzeit. Im August 2025 wurde Ouro-Tagba an den VfB Stuttgart ausgeliehen.
1. FC Köln verliert regelmäßig Talente
Dort kam der 1,91 Meter große Mittelstürmer (geboren in den USA, Staatsbürgerschaft Togo) in der 3. Liga auf 31 Einsätze mit neun Toren und drei Vorlagen. Da die Leihe jetzt endet und Stuttgart die Kaufoption nicht zieht, sollte Tagba im Sommer ans Geißbockheim zurückkehren.
Doch Sky Sport berichtet jetzt, dass der Spieler „wegen mangelnder Perspektive“ den 1. FC Köln noch in diesem Sommer verlassen will. Die Zweitvertretung des FC spielt seit Jahren nur in der Regionalliga West. Dem Mittelstürmer sollen mehrere Anfragen aus der 2. Liga vorliegen. Auch Klubs aus dem benachbarten Ausland (Rapid Wien oder KAA Gent) sollen den Angreifer auf dem Zettel haben. Der FC soll bereit sein, den Spieler ziehen zu lassen.
Die Talentflucht geht damit weiter. Zuletzt vermeldete Köln die Abgänge von Arian Römers (19), Alessandro Puzzo (18) und Jason Ponente Ramirez (19). Für die U19 absolvierte letzterer in der abgelaufenen Saison 35 Spiele, wobei er mit 16 Toren und zehn Vorlagen auf sich aufmerksam machte.
Seit Monaten verhandelte der FC mit dem Talent, doch man konnte ihm keine überzeugende Perspektive aufzeigen. Der Rechtsaußen mit italienischem und deutschem Pass verließ Köln ablösefrei Richtung Karlsruher SC. Mehr als Bitter!
Ponente Ramirez ist nicht das erste Talent in den vergangenen Jahren, das die Kölner nicht halten konnten. Justin Diehl zog es beispielsweise zum VfB Stuttgart, U17-Weltmeister Justin von der Hitz kickt mittlerweile beim 1. FC Nürnberg. Tim Lemperle, der den Sprung zu den Profis geschafft hatte, ging ablösefrei zur TSG Hoffenheim.
Der FC plant künftig mit anderen Spielern in der Regionalliga: Len Wörsdörfer (19) kommt von Borussia Mönchengladbach. Der Stürmer hatte das Kölner Interesse mit einer starken Tor-Quote von 13 Toren in 17 Pflichtspielen für die A-Junioren geweckt. Auch Linksaußen David Okpodu (18, kommt vom 1. FC Nürnberg) soll sich in Köln zum Profi entwickeln.
