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„Wird sehr, sehr schwer“ Neuer Berater über Skhiri-Zukunft: Er macht 1. FC Köln wenig Hoffnung

Ellyes Skhiri trägt am Geißbockheim im Training ein Tor.

Ellyes Skhiri am 2. November 2022 am Geißbockheim

Ellyes Skhiri droht bei der WM droht das Vorrunden-Aus. Schon bald dürfte es um seine Zukunft gehen. Dem 1. FC Köln droht der ablösefreie Verlust des wertvollsten Spielers. Jetzt spricht der Chef seiner neuen Beratungs-Agentur über alle Optionen.

Ellyes Skhiri (27) ist der einzige WM-Star des 1. FC Köln. Mit Tunesien steht er allerdings vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen sein Geburtsland und Titelverteidiger Frankreich (Mittwoch, 30. November 2022) vor dem Aus.

Trotzdem ist das Turnier wichtig für den Mittelfeldspieler. Denn der Vertrag des 2019 vom HSC Montpellier zum FC gewechselten Skhiri läuft im kommenden Sommer aus. Bislang verdiente der Führungsspieler für seine tragende Rolle im Ensemble des FC vergleichsweise wenig, der nächste Kontrakt soll ihn und seine kleine Familie absichern.

Ellyes Skhiri wechselt Berater für Sommer-Transfer

Nachdem in den letzten Jahren alle Träume von einem Sprung zu einem größeren Klub platzten, hat Skhiri nun den Berater gewechselt und wird jetzt von der Agentur ICM Stellar vertreten – einem absoluten Schwer-Gewicht der Branche und exzellent in der Fußball-Welt vernetzt.

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Stellars Europa-Chef ist Michael Reschke (65), lange Jahre Manager bei Bayer Leverkusen, dann als Technischer Direktor Baumeister der Dominanz des FC Bayern München, später Chef beim VfB Stuttgart.

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Nun wohnt Reschke in Junkersdorf und erklärt EXPRESS.de die Situation rund um den wertvollsten FC-Spieler.

„Ellyes war schon eine tragende Säule des Kölner Erfolgs in den letzten Jahren, inklusive der Qualifikation für die Conference League. Er ist allerdings in den vergangenen Jahren ein bisschen unter dem Radar gelaufen, weil man seine Qualitäten nicht auf den ersten Blick erkennt. Weil er unglaublich viel schuftet, klug spielt, Löcher für seine Nebenleute stopft“, sagt Reschke.

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„Er ist selten der, der vorne herausragt. Aber Skhiri ist ein absoluter Musterprofi. Einer, der anpackt, statt zu reden, auf den immer Verlass ist. Seine Trainer, inklusive Steffen Baumgart (50), kommen ins Schwärmen, wenn sie über ihn sprechen.“

Die große Frage: Wie geht es mit Skhiri weiter? Beim FC weiß jeder: Man wird sich bis zur Decke strecken müssen, um den auslaufenden Vertrag zu verlängern. Das Winter-Transferfenster wäre die letzte Chance, noch Geld für den Tunesier mit französischem Pass einzustreichen.

Ellyes Skhiri wichtig im Kampf gegen den Abstieg

Doch das könnte die Saisonziele gefährden, der FC ist längst nicht raus aus dem Abstiegskampf und der Tabellenplatz ist auch wichtig für die zukünftigen TV-Gelder. Da gilt es für den Klub, abzuwägen.

„Das ist nicht meine Aufgabe, aber für den FC dürfte ein Transfer nur Sinn machen, wenn man mit dem Geld einen adäquaten Ersatz auf seiner Position findet, der über den Sommer hinaus unterschreibt. Oder wenn man Skhiri intern ersetzt, dafür aber die Mittel nutzt, um eine andere Schwachstelle im Kader zu beheben“, findet Reschke. „Zu einem Winterwechsel gehören jedenfalls drei Parteien: der FC, Skhiri und ein aufnehmender Verein.“

Seine Agentur Stellar ist in Katar vor Ort und sondiert den Markt. Bislang ist Skhiri nicht mit einem Wechselwunsch an den FC herangetreten. Der Blick geht vor allem Richtung Sommer-Transferfenster. „Ellyes konzentriert sich derzeit voll auf seine Aufgaben, die Weltmeisterschaft und den 1. FC Köln“, sagt Reschke. „Für seine Zukunft ist er offen. Unser Job ist es, ihm eine Handvoll Optionen auszuarbeiten, aus denen er entscheiden kann.“

Darunter dürften ein Wechsel zu einem ambitionierten Verein wie etwa Reschkes Ex-Klub Bayer Leverkusen sein, ein Transfer zu einer französischen Top-Adresse (Olympique Lyon gilt als Interessent) oder nach England. Der 1. FC Köln wird ebenfalls eine Möglichkeit sein.

„Wir werden natürlich auch mit dem FC sprechen, wie die Konditionen für eine Verlängerung sind“, sagt Reschke, macht dann allerdings wenig Hoffnung: „Man muss realistisch sagen: Es ist für Köln nicht unmöglich, Ellyes Skhiri zu halten. Aber es wird sehr, sehr schwer.“

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