Der 1. FC Köln kam bei Union Berlin trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung nicht über ein 2:2 hinaus. Hier gibt es die Stimmen zum Spiel.
Verspielte FührungFC nach Union-Remis bedient: „Das ist ja keine Frage“
Das wäre der ganz große Schritt in Richtung Klassenerhalt gewesen – aber bei Union Berlin verspielte der 1. FC Köln am 32. Spieltag eine 2:0-Führung!
Nach den FC-Toren von Marius Bülter (33. Minute) und Said El Mala (61.) sorgten Tom Rothe (73.) und Livian Burcu (89.) doch noch für den Ausgleich für die Köpenicker.
Marvin Schwäbe: „Es ist extrem bitter“
Um noch an diesem Wochenende – die deutlich bessere Tordifferenz macht es möglich – quasi gerettet zu sein, muss der FC darauf hoffen, dass am Sonntag St. Pauli gegen Mainz verliert und Wolfsburg in Freiburg maximal unentschieden spielt. Hier gibt es die Stimmen zum FC-Remis in Berlin:
FC-Geschäftsführer Thomas Kessler (40): „Wenn du hier 2:0 führst, dann willst du das Spiel natürlich gewinnen. Das ist ja keine Frage. Unterm Strich, wenn wir rational draufschauen, glaube ich, haben wir genau das gesehen, was wir vor dem Spiel auch besprochen haben. Viel Intensität, viele zweite Bälle, Zweikämpfe ohne Ende. Aber wir müssen uns vorwerfen lassen, dass wir es nicht geschafft haben, mit der 2:0-Führung souveräner umzugehen. Und dass Union Berlin bei Standards dann natürlich auch immer gefährlich ist ... Wir haben vieles heute gut wegverteidigt. Einmal schaffen wir es nicht und dann ist es am Ende, glaube ich, ein sehr sehenswerter Treffer, der dann dafür sorgt, dass wir leider nur mit einem Punkt nach Hause fahren.“
Köln-Keeper Marvin Schwäbe (31): „Es ist extrem bitter. Ich glaube, wenn man hier 2:0 führt, zu einer gewissen Zeit auch, dann ist es extrem niederschmetternd, am Ende mit nur einem Punkt nach Hause zu fahren. Wir haben nicht mehr den nötigen Druck gefunden, haben uns da hinten reindrücken lassen in den letzten Minuten. Ja, es tut weh.“
FC-Torschütze (zum zwischenzeitlichen 1:0) Marius Bülter (33): „Jetzt ist man natürlich schon enttäuscht, weil man dem Sieg ziemlich nah war. Wir müssen die Enttäuschung jetzt schnell verarbeiten. Am Ende war es auch ein Punkt, der uns weiterhilft. Jetzt gerade ärgert es mich ein bisschen. Man muss aber auch anerkennen, dass Union da schon eine Qualität hat, dass sie viele hohe Bälle in den Sechzehner gespielt und auch Größe und Körperlichkeit haben, das ist dann auch nicht immer einfach zu verteidigen. Wir hätten vielleicht ein bisschen mehr für Entlastung sorgen können. Aber es ist dann auch schwer, das Stadion kam dann auch.“
FC-Trainer René Wagner (37): „Wir haben wieder einen Punkt gesammelt, auswärts. Das muss uns Mut geben, dass wir auch in Spielen gefährlich sein können. Wir haben zwei Tore gemacht. Wir haben letzte Woche darüber gesprochen, dass wir die Tore nicht machen. Jetzt waren wir 2:0 vorne. Jetzt müssen wir es einfach schaffen, dass uns diese Führung Sicherheit gibt, dass wir dann ein bisschen mehr Ballkontrolle bekommen und den Gegner nicht mehr zurückkommen lassen ins Spiel und das ist wieder ein weiterer Schritt für die nächsten Spiele.“
Ex-FC- und heutiger Union-Geschäftsführer Horst Heldt (56): „Wir standen schon unter großem Druck, gerade hier dann halt auch gewinnen zu wollen oder den Klassenerhalt klar zu machen. Dann sind wir halt bestraft worden. Dann hinterherzulaufen, hinter einem 2:0, ist nicht ganz so einfach. Aber die Mannschaft hat Moral bewiesen und hat das noch wettgemacht. Und der Punkt wird uns helfen.“

