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Trainer-DiskussionTrotz Krise: Kwasniok sieht „wunderbare Zukunft“ für FC

Aktualisiert

Der 1. FC Köln ist in der Bundesliga zum Punkten verdammt. Vor dem Spiel in Hamburg ist ordentlich Druck auf dem Kessel, Kwasnioks Stuhl wackelt gewaltig. Trotz der Krise hält der Trainer einen Appell für Kontinuität.

Es geht für den 1. FC Köln am Samstagabend im Volkspark nicht nur um drei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf, für Lukas Kwansiok geht es auch um seine Köln-Zukunft. Nach nur zwei Siegen aus 16 Spielen kann sich der FC-Trainer nicht noch eine weitere Niederlage erlauben.

Denn die Geduld in der Chefetage ist allmählich aufgebraucht, bis zur Länderspielpause braucht es endlich Ergebnisse. Kwasniok selbst ist nach wie vor davon überzeugt, dass der Klub MIT ihm den Turnaround schaffen wird.

Kwasniok spürt Kesslers Rückendeckung

„Ich weiß, dass sich im Sport die Dinge wenden und der Wind sich dreht. Die Ergebnisse werden zeitnah kommen und daraus wird eine wunderbare Zukunft entstehen. Der Glaube daran bleibt bei mir unerschütterlich bestehen“, sagt der Coach vor dem HSV-Spiel.

Laut seiner Aussage spürt er den Druck noch nicht. Zum einen, weil er bewusst nicht liest, wie intensiv über seine Person in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Zum anderen, weil er im Innenverhältnis offenbar die volle Rückendeckung spürt.

„Zu 100 Prozent habe ich das Gefühl, dass wir bereit sind, hier einen Weg zu gehen. Den haben wir zu Beginn meiner Zeit eingeschlagen und es ist klar, dass Wellenbewegungen vorhanden sind. Das Allerwichtigste ist, Dinge richtig einzuordnen. Was ich an der Chefetage und insbesondere an Kess (Thomas Kessler, Anm. d. Red.) schätze, ist einfach die Tatsache, dass wir Dinge sachlich und ruhig einordnen.“

Zur sachlichen Analyse gehört allerdings auch, dass der FC in den vergangenen Monaten eine Talfahrt hingelegt hat. Im ersten Drittel der Saison war man noch auf Europa-Kurs, inzwischen ist man punktgleich mit dem Sechzehnten. Dennoch krallt sich Kwasniok – wie zuletzt schon mit seinem Tennis-Vergleich – an seinen Job und hält vor dem Duell mit dem HSV einen flammenden Appell für Kontinuität.

„Wenn man sich die untere Tabellenhälfte anschaut, haben die fünf Vereine den Trainer gewechselt, die überrascht waren, dass sie plötzlich um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Die anderen fünf, also St. Pauli, Hamburg, Heidenheim, Union und Köln, nicht – weil sie von Anfang an wussten, dass es um den Klassenerhalt geht. Und wenn man das weiß, dann sollten wir unser Augenmerk darauf legen, das auch gemeinsam zu schaffen. Dieses Gefühl habe ich. Und das wäre für den Standort Köln auch der richtige Weg“, sagte der Trainer.

Ob er den Weg allerdings weiter mitgehen darf, hängt vor allem von den beiden kommenden Spielen ab. Sollte die Ergebniskrise der letzten Monate weitergehen, wäre es mit der Kontinuität in Köln schneller wieder vorbei, als Kwasniok lieb ist.

Arnd Zeigler während seines Jobs als Stadionsprecher von Werder Bremen.

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