Für René Wagner ist das Spiel bei Union Berlin besonders. Er kehrt erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück und kann dort mit einem Erfolg einen riesigen Schritt Richtung Klassenerhalt gehen.
Wagner und FC mit Big PointErst Sofa-Rettung, dann Chef-Vertrag

Es ist für René Wagner ein besonderes Spiel am Samstag (15.30 Uhr, Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de) bei Union Berlin. Für den Trainer des 1. FC Köln ist es nicht nur eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, er kann mit einem Sieg auch einen riesigen, fast schon entscheidenden Schritt Richtung Klassenerhalt machen.
Dann winkt ihm zeitnah auch der Chef-Vertrag für die kommende Saison. Denn sollte Wagner den Klassenerhalt frühzeitig klarmachen, hätte er sein Ziel erreicht und sich wohl die Chance verdient. So sieht es auf jeden Fall Thomas Kessler, der große Stücke auf Wagner hält.
FC tut sich schwer an der Alten Försterei
Kurios: Wagner hätte am Samstag auch auf der anderen Seite sitzen können. Doch Wagner, der im Vorjahr von Januar bis Mai Co-Trainer unter Steffen Baumgart beim 1. FC Union war und seinen gesperrten Chef gegen die Bayern sogar einmal ersetzte, entschied sich im Sommer für den Schritt zurück nach Köln. So übernahm nach der Entlassung von „Baumi“ an der Alten Försterei mit Marie-Louise Eta die erste Frau in der Bundesliga-Geschichte.
Über seine Union-Vergangenheit sagt Wagner: „Ich hatte da eine lehrreiche Zeit, aber alles andere blende ich aktuell aus. Da denke ich auch nicht drüber nach, sondern wir konzentrieren uns komplett auf uns.“
Schließlich will man am Wochenende endlich durch sein. Dafür braucht der FC aber nicht nur einen eigenen Dreier, sondern ist auch auf Patzer der Konkurrenz angewiesen: Sowohl der FC St. Pauli gegen den FSV Mainz 05 als auch der VfL Wolfsburg beim SC Freiburg dürfen nicht gewinnen.
Dann wird’s was mit der Sofa-Rettung! „Es ist ein ganz normaler Sonntag wie nach jedem anderen Spiel. Und sollten wir am Wochenende auf der Couch liegen und es würde die Möglichkeit bestehen, dann bedeutet das, dass wir am Wochenende gewonnen haben. Dann werde ich mit Sicherheit mit einem großen Lächeln dasitzen“, sagt Wagner.
Doch zuvor wird es ein hartes Stück Arbeit. Union, gerade zu Hause, ist immer unbequem. Das musste der FC in den letzten Jahren selbst leidvoll erfahren, zuletzt gab es zwei Niederlagen und ein Unentschieden.
Dabei blieb der FC insgesamt ohne eigenes Tor. Der letzte Sieg ist zwölf Jahre her, damals sicherte Patrick Helmes mit seinem Doppelpack die drei Punkte.
Wagner ist gewarnt. „Ich habe in Berlin selbst erlebt, was die Mannschaft für eine Wucht entwickeln kann. Da kommt ein anderer Gegner als Leverkusen auf uns zu“, sagt der Coach: „Aber wir haben ein super Spiel gegen Bayer gemacht und wir wollen daran ansetzen, jetzt auch in Berlin wieder ein Topspiel zu machen. Dann haben wir eine Riesenchance, das Spiel zu gewinnen.“
