Abo

„0:1 im dritten Satz“Irrer Tennis-Vergleich: Kwasniok kämpft um FC-Job

Lukas Kwasniok beschwert sich gegen den BVB beim Vierten Offiziellen.

Copyright: IMAGO/Jan Huebner

Lukas Kwasniok haderte gegen BVB mit der Schiedsrichter-Leistung und dem Ergebnis. 

Der 1. FC Köln ist nach der Pleite gegen den BVB noch tiefer in den Abstiegsschlamassel geraten. Für Lukas Kwasniok wird die Luft dünner. Mit einem irren Tennis-Vergleich kämpft er um seinen Job. 

Der 1. FC Köln steht in der Bundesliga immer mehr mit dem Rücken zur Wand. Nach dem Unentschieden von St. Pauli und dem Bremer Sieg gegen Union ist der FC nun punktgleich mit dem Tabellen-Sechzehnten.

Der gesamte Vorsprung auf die Abstiegsränge ist dahin. Mit einer düsteren Bilanz mit zwei Siegen aus 16 Spielen ist der FC immer weiter durchgereicht worden.

FC kämpft im dritten Satz um den Klassenerhalt

Es herrscht ordentlich Druck auf dem Kessel, sollte Lukas Kwasniok auch die beiden nächsten Spiele bis zur Länderspiel-Pause gegen den HSV und den Erz-Rivalen Borussia Mönchengladbach vergeigen, dürften seine Tage in Köln gezählt sein.

Doch der FC-Trainer hängt an seinem Köln-Job, lässt sich auch von der bitteren Pleite gegen den BVB, wo „zum wiederholten Mal mehr möglich war“, nicht aus der Bahn werfen. Kwasniok gibt sich kämpferisch und zieht in der aktuellen Situation einen irren Tennis-Vergleich.

Er sagt: „Im Leben geht es darum, zu kämpfen. Um in bildlicher Sprache zu sprechen: Im Vergleich zum Tennis haben wir den ersten Satz 7:5 gewonnen. Den zweiten Satz haben wir 1:6 verloren.“

Was er meint: Am 9. Spieltag stand der FC noch auf Platz 7, die ersten schielten damals bereits nach Europa. Jedenfalls waren sich alle einig, dass der FC einer sorgenfreien Saison entgegensteuert. 1. Satz gewonnen!

Mit dem Derby gegen Gladbach kam der Bruch – Punkte weg, Form weg. Seit November hat die Truppe nur noch zwei mickrige Siege eingefangen. 2. Satz verloren!

Das Spiel gegen den BVB markiert für Kwasniok nun den Beginn des dritten Satzes, nun geht es in die Entscheidung. „Gegen Dortmund haben wir das erste Spiel das dritten Satzes verloren. Es steht 0:1. Der Satz geht aber bis 6. Aktuell fühlt es sich bescheiden an, aber wir sind voll in der Verlosung. Der dritte Satz hat erst begonnen“, sagt der FC-Trainer.

Doch er muss – auch für sich persönlich – ganz schnell das „Break“ schaffen, denn die Geduld im Umfeld ist aufgebraucht. Ein 0:2 oder 0:3 im dritten Satz kann er sich nicht mehr erlauben. Bis zur Länderspielpause muss Kwasniok mindestens vier Punkte holen, sonst erlebt er das Ende des entscheidenden Satzes als Trainer nicht mehr mit.

Stürmer Davie Selke jubelt nach einem Treffer mit den Fans.

„Könnten nicht dankbarer sein“

Ex-FC-Profi teilt emotionale News – frühere Kollegen gratulieren