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KönigstransferSchneller England-Plan geht nicht auf – neuer FC-Anlauf im Sommer

Er kam mit großen Erwartungen zum 1. FC Köln. Rav van den Berg war der Königstransfer des Sommers. Die erste Spielzeit verlief allerdings nicht wie erhofft, weshalb er seinen Traum verschieben muss. 

Er hat keine schönen Erinnerungen an das Hinspiel gegen Union Berlin. Rav van den Berg sah gegen die „Eisernen“ nach einem vermeidbaren Handspiel die Rote Karte, in der Schlussminute verlor der FC das Heimspiel in Unterzahl.

Der Niederländer wurde daraufhin für zwei Spiele gesperrt, der Rhythmus, der nach einer schweren Schulterverletzung gerade erst wieder da war, erneut gebrochen.

Rav van den Berg droht Nebenrolle im Endspurt

Seitdem kommt der Kölner Königstransfer nicht mehr so recht in Tritt. Denn seit dem Union-Spiel saß der Verteidiger bereits sechsmal 90 Minuten auf der Bank. Vor allem unter René Wagner ist van den Berg außen vor. Durfte er gegen Eintracht Frankfurt noch 90 Minuten ran, kam der 8-Millionen-Mann in den darauffolgenden drei Spielen gar nicht mehr zum Einsatz.

Und daran dürfte sich bis zum Saisonende nicht mehr viel ändern. Cenk Özkacar und Jahmai Simpson-Pusey genießen das Vertrauen des Trainers und zahlen es mit stabilen und konzentrierten Leistungen zurück.

Ein Bankplatz bis zum Schluss ist sicher nicht der Anspruch des ambitionierten Abwehrspielers. Schließlich hat van den Berg quasi schon bei seiner Vorstellung offenbart, dass er nach Höherem strebt und der FC dabei nur ein Sprungbrett ist.

„Ich will ehrlich sein: Ich möchte das wirklich schaffen. Der Schritt nach Köln in die Bundesliga ist jetzt der richtige für mich. Ich hätte schon in diesem Sommer in die Premier League wechseln können, glaube aber, dass der FC der richtige Zwischenschritt ist“, sagte er noch vor seinem ersten Köln-Spiel.

Doch den Traum von der Premier League muss er erstmal verschieben. Nach einem insgesamt durchwachsenen ersten Jahr, in dem er hinter den Erwartungen blieb, wird sein schneller England-Plan nicht aufgehen. Denn insgeheim hatte van den Berg darauf spekuliert, bereits nach einem starken FC-Jahr den Sprung zu wagen.

Der FC hätte bei passenden Angeboten ebenfalls nichts dagegen gehabt, van den Berg schon in diesem Sommer zu versilbern. So aber werden die Interessenten nicht Schlange stehen und der Niederländer wird Geduld haben müssen. Kommende Saison muss er definitiv eine Schippe drauflegen, wenn sein Plan und auch der des FC aufgehen soll.

Jürgen Kemper, Timo Hübers, Christian Löer, Lukas Sinkiewicz, Fabian Schwab, Lars Werner sitzen beim Fußball-Talk von EXPRESS.de und Kölner Stadt-Anzeiger zusammen.

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FC-Talk mit Michael Trippel, Christian Clemens und Ex-Berater von El Mala