Die Fans des 1. FC Köln warten weiter auf den ersten externen Neuzugang. Die Ungeduld wächst, doch noch ist für den FC nicht der entscheidende Stein im Transfer-Domino gefallen.
Transfer-DominoKessler steckt beim FC in der Warteschleife fest

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Thomas Kessler hat sein Handy während der hektischen Transferphase stets im Blick.
Der Klassenerhalt des 1. FC Köln steht schon seit dem 9. Mai 2026 fest. Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison war damit klar, dass FC-Sportgeschäftsführer Thomas Kessler (40) mit Volldampf für die 1. Liga planen kann.
Zuvor mussten alle Überlegungen noch zweigleisig gedacht werden. Doch seitdem gab es noch keinen Zugang zu vermelden. Während Erzrivale Borussia Mönchengladbach schon ordentlich nachgerüstet hat – unter anderem mit den Zweitliga-Topspielern Isac Lidberg und Enzo Leopold – hat der FC lediglich die drei Leihspieler Jakub Kaminski, Jahmai Simpson-Pusey und Tom Krauß fest verpflichtet.
FC-Boss Stobbe: „Komplizierter Transfersommer“
Acht Spieler haben den Klub dagegen schon verlassen (Martel, Özkacar, Lund, Kainz, Heintz, Kilian, Chavez und Huseinbasic). Der erste Teil des Umbruchs ist erledigt, der zweite steht noch aus.
Die Ungeduld im Umfeld wächst, wann schlägt der FC endlich zu? Aktuell ist wenig Bewegung beim FC drin, vielmehr als lose Gerüchte gibt es nicht. Einer der Gründe ist sicherlich die WM in den USA, Kanada und Mexiko.
„Wir wussten vorher schon, dass es alles nicht einfach ist, denn es ist ein WM-Transfersommer, der immer kompliziert ist“, räumt FC-Präsident Jörn Stobbe ein, dass Geduld gefragt ist. Sportchef Kessler in der Warteschleife!
Der FC hofft auf das große Transfer-Domino. Erst dann kommt Bewegung bei Zugängen und Abgängen rein. Aktuell warten Vereine, Profis und deren Berater auf die Aktivitäten in der Premier League. Dort schauen die finanzstarken England-Klubs, welche Sterne bei der WM in den USA, Kanada oder Mexiko aufgehen.
Fällt dann mal der erste große Stein, kann auf einen Schlag viel Bewegung reinkommen. Im vergangenen Sommer haben die Premier-League-Klubs insgesamt 3,56 Milliarden Euro für Neuzugänge ausgegeben. Dahinter lagen die italienische Serie A (1,19 Milliarden), die Bundesliga (856 Millionen), die spanische La Liga (682 Millionen) und die französische Ligue 1 (636 Millionen).
Die Premier League gab also mehr aus, als alle vier Ligen dahinter zusammen. Für Klubs wie den 1. FC Köln bedeutet das: Erst wenn aus England Geld in den Markt gespült wird, wird es interessant, vor allem bei den großen Deals um Said El Mala (19) und Jakub Kaminski (24). Erst wenn mindestens einer von beiden verkauft wird, hat der FC den nötigen Spielraum, um auch mal im nächsthöheren Regal zu wildern. Vorher wird kein richtiger Kracher kommen.
Bei Kaminski läuft die Klausel Mitte Juli aus, dann könnte er den FC für 20 Millionen Euro verlassen, bei El Mala wartet der FC noch auf den nächsten ernsthaften Vorstoß. Newcastle und Liverpool spielen dabei nicht (mehr) mit, die beiden Klubs verfolgen andere Transfer-Ziele.
Da sowohl der FC als auch El Mala klare Bedingungen für einen Wechsel stellen, könnte sich die Causa noch bis weit in den Sommer ziehen. Dann wäre weiterhin Geduld gefragt. Ziel ist es, dass der Kader spätestens bis zum Trainingsauftakt Mitte Juli konkrete Formen angenommen hat.
