9

Ex-Kölner voll des LobesFC verkauft Talent in die 2. Bundesliga

Duell um den Ball zwischen Mensour Ouro-Tagba und Meiko Sponsel.

Copyright: IMAGO / Jan Huebner

Mansour Ouro-Tagba (r.) ging in der vergangenen Saison für den VfB Stuttgart II auf Torejagd.

Der 1. FC Köln hat Mansour Ouro-Tagba in die 2. Bundesliga zum VfL Bochum abgegeben. Der Angreifer spielte in den Planungen trotz überzeugender Vorsaison keine Rolle.

Eine der rätselhaftesten FC-Personalien der Saisonvorbereitung ist gelöst: Stürmer Mansour Ouro-Tagba (21) verlässt den 1. FC Köln und wechselt in die 2. Bundesliga zum VfL Bochum.

Der Angreifer hatte sich nach einer starken Drittliga-Saison per Leihe beim VfB Stuttgart II für den persönlichen Aufstieg empfohlen, nun macht der togolesische Nationalspieler an der Castroper Straße seine nächsten Karriere-Schritte. Den Transfer meldeten beide Vereine am frühen Montagabend (10. August 2026) als perfekt.

Simon Zoller freut sich über Transfer von Ouro-Tagba

Ouro-Tagba war vor zwei Jahren ablösefrei von 1860 München ans Geißbockheim gewechselt, hatte seitdem aber nur ein halbes Jahr in Köln verbracht und war zweimal ausgeliehen worden. Zunächst für ein halbes Jahr an Jahn Regensburg, dann für die komplette vergangene Spielzeit nach Stuttgart. Für den FC stand er lediglich 14 Mal in der Regionalliga auf dem Platz (drei Tore, drei Vorlagen).

„Mansour ist ein Angreifer, der in der Offensive flexibel einsetzbar ist. Sei es als wuchtiger Spieler im Zentrum oder mit Tempo über außen. Er hat sich bereits in jungen Jahren im Männerfußball behauptet, nun begleiten wir seine weiteren Entwicklungsschritte“, sagte der ehemalige FC-Stürmer Simon Zoller (35), der in Bochum inzwischen als Leiter im Lizenzbereich arbeitet.

Beim FC war früh klar, dass es trotz der überzeugenden Scorer-Werte mit neun Saisontoren in Liga drei keine Zukunft für Ouro-Tagba geben würde. „Mit Mansour ist ganz klar die Absprache, dass wir uns verändern wollen. Da laufen schon seit langer Zeit die Gespräche“, sagte der Technische Direktor Lukas Berg (32) noch vor der Sommerpause.

Die gesamte Vorbereitung über trainierte der Angreifer dann individuell in seiner alten Münchner Heimat, durfte sich weder bei den FC-Profis empfehlen noch die U21 unterstützen. Ein Vorgehen, das von außen durchaus für Irritationen gesorgt hatte.

Mit dem feststehenden Wechsel ist die Personalie beim FC aber endgültig abgehakt, zum Abschied gab es von Berg noch warme Worte: „Es bedeutet für ihn den Sprung auf das nächsthöhere Level, das wir ihm alle zutrauen. Beim VfL Bochum hat er die Chance, sich bei einem traditionsreichen und ambitionierten Verein zu präsentieren. Dafür wünschen wir ihm sportlich und persönlich viel Erfolg.“

Ouro-Tagba dankte dem FC und seinen Fans und schaut nun nach vorne. „Ich bin sehr froh, dass es mit dem Wechsel zum VfL geklappt hat“, sagte er nach der Unterschrift seines Vierjahresvertrags in Bochum: „Die sportlich Verantwortlichen haben sich sehr um mich bemüht, diese Wertschätzung fand ich beeindruckend.“

Am Geißbockheim telefoniert Themas Kessler beim Training des 1. FC Köln.
Oberste Priorität beim FC
Neuer Favorit bei Kölner Sechser-Suche