„Kann nicht der Ansatz sein“Druck bei wichtiger FC-Baustelle nimmt zu

Die Transfer-Aktivitäten sind beim 1. FC Köln noch nicht beendet, gerade auf einer neuralgischen Position soll noch etwas passieren. Doch schon seit Wochen ist trotz großer Hoffnungen Geduld gefragt.

Beim 1. FC Köln geht das Hauen und Stechen um die begehrten Plätze für den Saison-Auftakt in die heiße Phase. Die Profis wollen sich bei Trainer René Wagner (38) bis zum Pokal-Auftakt am 24. August für die Startelf empfehlen, Sport-Boss Thomas Kessler (40) bemüht sich derweil noch um weitere Neuzugänge, um das Kader-Niveau weiter anzuheben.

Eine der wichtigsten Baustellen ist seit Beginn des Transfer-Sommers das defensive Mittelfeld, wo Eric Martel (24) mit seinem Abgang zu Mainz 05 eine Lücke hinterlassen hat. Die will der FC im Bestfall nicht nur gleichwertig füllen. Auf der neuralgischen Position könnte ein Qualitäts-Sprung beim nächsten Schritt helfen, doch der Plan ist kompliziert.

Noch fehlt dem 1. FC Köln das „Kernelement“

Die mühevolle Sechser-Suche war am Montag (10. August 2026) auch eines der großen Themen im neuen FC-Podcast „Wir waren klar besser“ von EXPRESS und Kölner Stadt-Anzeiger. Die beiden Reporter Jürgen Kemper und Lars Werner waren sich in Folge drei einig: Hier muss dringend etwas passieren – und zwar so schnell wie möglich!

„Mir fehlt immer noch das Kernelement und das ist der Sechser“, betonte Kemper im Podcast, den es bei Spotify und Apple Podcasts zu hören gibt. Der EXPRESS-Reporter hat dabei ein klares Anforderungsprofil im Kopf: „Es braucht jetzt einen spielstarken Sechser, der das Spiel von hinten aus auch mal an sich reißt und den Ball nach vorne transportiert.“

Zu oft habe der FC auch schon mit Martel als Mittelfeld-Anker keine spielerischen Akzente setzen können und daher auf das einfachste Mittel des langen Balles von Marvin Schwäbe (31) in Richtung des kopfballstarken Ragnar Ache (28) setzen müssen.

„Mit ein bisschen Glück passiert da auch was draus, aber das kann ja nicht auf Dauer der Ansatz sein“, forderte Kemper für das zweite Bundesliga-Jahr eine sichtbare Weiterentwicklung im Kölner Spiel unter Wagner. Der Schritt könnte mit den Qualitäten des Sechser stehen und fallen.

Nachdem die Notwendigkeit früh klar war und es an Gerüchten (Edson Álvarez, Ellyes Skhiri, Vinícius Souza) nicht gemangelt hatte, lasse der Transfer inzwischen sogar schon zu lange auf sich warten, erklärte Kemper. Schließlich hatten auch die Verantwortlichen zunächst auf Vollzug vor und dann zumindest während des inzwischen auch schon wieder eine Woche zurückliegenden Trainingslagers gehofft.

Mit Rani Khedira (32) wurde am Montag nun zumindest ein Name wieder heißer gehandelt. „Man konnte sich auf diese Situation lange genug vorbereiten“, führte auch Lars Werner den inzwischen gestiegenen Zeitdruck bei der Sechser-Suche an: „Es ist sicherlich nicht optimal. Zum Einspielen wäre es besser gewesen, wenn der Sechser früher dagewesen wäre.“

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