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FC, WM, BabyKaminski mit Gefühlschaos: „Keine Haare mehr“

Jakub Kaminski jubelt gegen Frankfurt.

Copyright: IMAGO/Maximilian Koch

Jakub Kaminski feiert mit einem Baby-Jubel seinen Treffer gegen Eintracht Frankfurt.

Der 1. FC Köln holte in Frankfurt nach toller Aufholjagd noch einen Punkt. Maßgeblich beteiligt war Jakub Kaminski, der eine Enttäuschung zu verdauen hatte und gleichzeitig eine frohe Botschaft verkündete.

Es war eine emotionale Woche für Jakub Kaminski. Am Dienstag platzte der große WM-Traum des Polen und am Sonntag hieß es schon wieder Abstiegskampf mit dem 1. FC Köln. Keine leichte Situation, nachdem die WM-Hoffnungen in Schweden im wahrsten Sinne des Wortes in letzter Minute platzten.

„Ich habe schon schwierige Momente in meinem Leben im Fußball erlebt, das ist Sport. Ich muss das akzeptieren. Und wenn ich eine Woche lang nach dem Spiel vom Dienstag gegen Schweden daran denke, dann habe ich keine Haare mehr“, sagte Kaminski nach dem 2:2 in Frankfurt.

Kaminski leitet Aufholjagd in Frankfurt ein

Nachdem er die Enttäuschung abgeschüttelt hatte, blieben ihm noch zwei Trainingseinheiten, um die neuen Ideen von René Wagner zu verinnerlichen. Schalter umlegen und sofort wieder funktionieren, hieß das Motto für Kuba.

Dass das nicht alle spurlos an ihm vorbeiging, zeigte sich in der ersten Halbzeit. Da ließ Kaminski die 100-prozentige Chance auf das 1:0 liegen, weil ihm der Ball bei einem Konter zu weit vom Fuß sprang. Ein technischer Fehler, der dem exzellenten Fußballer nur selten passiert.

Bei einem anderen aussichtsreichen Konter verpasste er das Abspiel auf den völlig blanken Said El Mala, eine weitere Top-Chance für den FC. „In der ersten Halbzeit hatten wir zwei, drei gute Chancen direkt. Ich hätte ein Tor machen müssen. Ich muss in unserer Situation diese Chancen nutzen. Aber wenn ich jedes Tor schieße, hätte ich vielleicht 20 Tore. Am Ende nehmen wir diesen einen Punkt und gucken nach vorne“, sagte Kaminski.

Auch dank ihm startete der FC die erfolgreiche Aufholjagd. Denn der Pole steckte trotz der Rückschläge nie auf und belohnte sich schließlich doch noch für seinen hohen Aufwand und seine Beharrlichkeit. Sein schneller Anschlusstreffer war in dieser Phase des Spiels am Ende Gold wert.

Nach dem Treffer verkündete der Pole mit seinem Jubel dann auch gleich noch eine frohe Botschaft. Er fragte El Mala nach dem Ball, steckte sich diesen demonstrativ unter das Trikot und den Daumen in den Mund. Kaminski wird Papa! „Meine Frau (Monika, Anm. d. Red.) ist im fünften Monat schwanger, also erwarten wir eine sehr tolle Zeit. Das Wichtigste ist am Ende, dass das Kind gesund ist.“

Privat schwebt er also auf Wolke 7, jetzt fehlt nur noch der Klassenerhalt mit dem FC. Dafür will der ehrgeizige Angreifer in den nächsten Wochen alles geben, um das große Ziel zu schaffen.

Er gibt die Richtung vor: „Wir haben noch sechs Spiele, sechs Finals. Wir müssen dafür kämpfen, in der Liga zu bleiben. Mit dieser Qualität, mit dieser tollen Mannschaft, diesem tollen Verein müssen wir alles geben. Der 1. FC Köln kann nicht in der 2. Bundesliga spielen.“

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