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Freistoß-Hammer im Relegations-HinspielRot-Weiss Essen um FC-Leihgabe siegt gegen Fürth

Jaka Cuber Potocnik (l.) und Jannik Dehm schauen dem Ball hinterher.

Copyright: IMAGO/Eibner

FC-Leihgabe Jaka Cuber Potocnik (l.) und Jannik Dehm beim Spiel von Rot-Weiss Essen gegen Greuther Fürth. 

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Essen oder Fürth – wer spielt in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga? Das Hinspiel bietet keinen Glanz-Fußball, aber viel Spannung. Ein Essener sorgt per Freistoß für großen Jubel.

Rot-Weiss Essen hat sich in einem packenden Relegations-Hinspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth eine gute Ausgangsposition erarbeitet und darf weiter von der 2. Bundesliga träumen. Die Drittliga-Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat besiegte den Zweitligisten mit 1:0 (0:0).

Im stimmungsvollen heimischen Stadion an der Hafenstraße erzielte Torben Müsel vor 18.117 Zuschauern in der 62. Minute per Traum-Freistoß das entscheidende Tor für Essen. Der Traditionsklub will nach 19 Jahren wieder in die zweite Liga.

Potocnik bei Relegations-Hinspiel in der Startelf

FC-Leihgabe Jakub Cuber Potocnik stand am Abend in der Essener Startelf, hing sich rein, aber konnte offensiv nur wenig Akzente setzen. In der 70. Minute war dann Schluss für den 20-Jährigen. Kurz vor Ende der Partie durfte der ehemalige Kölner Marvin Obuz dann auch noch ein paar Minuten auf dem Platz sammeln.

Potocnik kam unter Koschinat, der viel von dem jungen Offensivspieler hält, zuletzt immer besser in Fahrt. Der Stürmer steht beim FC wohl vor einer Vertragsverlängerung – und soll anschließend ein weiteres Jahr verliehen werden. Gut möglich, dass Potocnik bei einem Aufstieg noch eine Spielzeit in Essen bleibt.

Um den Abstieg noch zu verhindern, muss sich die Spielvereinigung nun am Dienstag beim Rückspiel in Fürth vor allem in der Offensive deutlich steigern. Die Franken sind seit 1997 mindestens in der zweithöchsten deutschen Fußball-Spielklasse dabei.

„Uns erwartet ein Hexenkessel“, hatte Fürths Trainer Heiko Vogel vor der Partie gesagt. Und er sollte recht behalten. Angefeuert von ihren enthusiastischen Fans war den Essenern die Lust auf die zweite Liga sofort anzumerken. Die Gastgeber gingen engagiert in die Zweikämpfe und spielten extrem körperbetont.

Die ersten Torchancen hatte jedoch Fürth. Einen Freistoß von Felix Klaus faustete RWE-Torwart Jakob Golz aus dem Strafraum, bei einem Distanzknaller von Jannik Dehm wackelte die Latte. Fürths in Essen geborener Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu verfehlte das Tor mit einem Fallrückzieher knapp.

Trainer-Legende Otto Rehhagel, der einst für Essen spielte, und die anderen Zuschauer auf den Tribünen sahen eine ausgeglichene und von Zweikämpfen geprägte Partie. Viele Duelle an der Grenze des Erlaubten oder darüber zeigten, um wie viel es geht. Zahlreiche Unterbrechungen und Diskussionen verhinderten phasenweise echten Spielfluss. Auch Koschinat und Vogel debattierten emotional mit.

Der Stil des Spiels änderte sich auch nach der Pause nicht. Die besseren Abschlusssituationen hatten zunächst weiter die Gäste. Beim wuchtigen Schuss von Kapitän Branimir Hrgota war Golz erneut auf dem Posten.

Sein Gegenüber bescherte Essen dann unfreiwillig die erste Chance. Fürth-Keeper Silas Prüfrock spielte den Ball in den Fuß von Müsel, bügelte seinen Fehler aber selbst mit einer Parade wieder aus. Kurz darauf ließ Müsel das Stadion erzittern. Der 26-Jährige zirkelte einen Freistoß sehr sehenswert in den Winkel und ließ sich feiern. (dpa)

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