Der 1. FC Köln wird mit einem Offensiv-Talent aus der US-amerikanischen MLS in Verbindung gebracht. Was ist dran am Gerücht?
„Praktisch alles erledigt“Wildes FC-Gerücht um Flügelflitzer sorgt für Euphorie
Noch immer erinnerten sich FC-Fans gelegentlich scherzhaft an den Gewinn des sportlich bedeutungslosen Florida Cups in der Winterpause der Saison 2014/2015 – winkt dem 1. FC Köln jetzt ein wirklich dickes Ding aus Amerika?
Einem Bericht aus Venezuela zufolge hat Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) eine ganz heiße Aktie aus der MLS im Visier, soll sogar schon in Verhandlungen stehen.
Offensiv-Talent beim FC auf dem Schirm
Der venezolanische Nationalspieler David Martínez (20) vom Los Angeles FC ist laut Journalist Fernando Petrocelli ein Kandidat am Geißbockheim. Der Reporter berichtete am Freitag (22. Mai 2026) in seinem Podcast „El Drink Team“ sogar davon, dass der Transfer des Flügelflitzers in greifbarer Nähe und „praktisch alles schon erledigt“ sei.
Martínez war vor zwei Jahren an seinem 18. Geburtstag aus der Heimat nach LA gewechselt, seitdem war er in 88 Pflichtspielen an 29 Toren beteiligt (20 Treffer, neun Vorlagen). Schon in der Vergangenheit hatte er Gerüchten zufolge das Interesse von Bundesliga-Klubs auf sich gezogen. In der im Kalenderjahr ausgetragenen MLS machte er zuletzt einen weiteren Schritt, traf in 13 Saisonspielen schon fünf Mal.
„David Martínez könnte sein letztes Spiel für LAFC an diesem Wochenende bestreiten, weil sein Wechsel nach Köln unmittelbar bevorsteht. Der Klub setzt darauf, dass Martínez zu Beginn der Vorbereitung im Juli vor Ort ist“, schrieb Petrocelli zudem bei X.
Nach EXPRESS.de-Informationen haben die Kölner Verantwortlichen den hochveranlagten Rechtsaußen zwar grundsätzlich auf dem Schirm, derart weit fortgeschritten ist das Thema beim FC aber längst nicht. Das wilde Gerücht ist daher nicht so heiß, wie es in der Heimat des Spielers aktuell gemacht wird.

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David Martínez könnte nach gut zwei Jahren in der MLS weiterziehen.
Dort zeigten sich die Podcast-Macher von „El Drink Team“ euphorisch über den sich angeblich anbahnenden Schritt und prognostizierten bereits vollmundig: „Wenn er die Eingewöhnung in Köln schnell hinter sich bringt, wird er dort nicht lange zu halten sein.“
Interessant ist die Personalie Martínez aber tatsächlich: Der Linksfuß fühlt sich auf der rechten Außenbahn am wohlsten, ist schnell, ballsicher und dribbelstark. Seit seinem Abgang aus der Heimat legte er auch körperlich bedeutend zu.
Den Schritt aus Venezuela in die USA meisterte er in jungen Jahren schon ohne große Anlaufzeit, nach zwei Jahren scheint der fünfmalige Nationalspieler bereit für den nächsten Schritt. Zweifelhaft ist nur, ob der wirklich beim FC erfolgt.
In der Geschichte der Bundesliga liefen bislang gerade mal vier Venezolaner auf, der bekannteste Name spielte ausgerechnet für den Kölner Erzrivalen: Zauberfuß Juan Arango (46) spielte 155 Mal in Liga eins für Borussia Mönchengladbach und überzeugte dabei mit 25 Toren und 49 Vorlagen.
