FC schon gerettet, aber... Werder-Spiel wird extrem wichtig für den Klub

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Abschied vor der leeren Südkurve: In Bremen geht es für den 1. FC Köln aber noch um richtig TV-Kohle.

Köln – Seit Samstag ist der 1. FC Köln gerettet. Wird die Auswärtspartie bei Werder Bremen damit zum Spiel um die Goldene Ananas? Mitnichten. Denn für die Geißbock-Elf geht es noch einmal um richtig Kohle: Zwei Plätze in der TV-Tabelle kann der FC am Samstag klettern, das wäre ein Plus von fast fünf Millionen Euro!

Alexander Wehrle: „Können wirtschaftlich trotzdem noch richtig was erreichen“

Während viele Fragen schon am vorletzten Spieltag geklärt wurden, geht es vor allem im Fernduell zwischen Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen um alles oder nichts.

Nachdem Timo Horn (27) im Winter dem Nachbarn den Abstieg wünschte, fürchten die Fortunen, dass die Kölner abschenken könnten. Doch diese Sorge kann ihnen FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle (45) nehmen. „Für uns ist das ein sehr wichtiges Spiel. Wir haben sportlich keinen Druck, können wirtschaftlich trotzdem noch richtig was erreichen“, sagt das DFL-Präsidiumsmitglied.

1. FC Köln: Mehr Spielraum für Horst Heldt?

Und zwar: Punkten die Kölner, steigt Werder ab und der FC steigt einen Platz in der künftigen TV-Tabelle hoch und kann mit 2,5 Mio Euro mehr TV-Geldern rechnen. Aber das ist noch nicht alles. Zwar hat der FC keine Chance mehr, Mainz noch zu überholen. Aber der FC Augsburg bleibt am letzten Spieltag in Reichweite. „Sollten wir gewinnen und damit noch auf Platz 12 hochrutschen, Augsburg gleichzeitig 15. bleiben, dann würden wir noch vor ihnen landen“, rechnet Wehrle vor.

Die Fernsehgeld-Tabelle, wenn die Saison heute zu Ende wäre:

Das wären dann 51,2 statt 48,6 Millionen Euro TV-Gelder. Also noch einmal 2,6 Millionen Euro, die Sportchef Horst Heldt etwas mehr Manövriermasse in die nach den verlustreichen Veh-Transferperioden leeren Kassen spülen würden.

Markus Gisdol kann der Mannschaft noch ein Ziel geben

Dafür allerdings müsste sich die Mannschaft nach den müden Auftritten der letzten Wochen noch einmal berappeln. Vier Punkte aus den letzten acht Spielen sind eine maue Ausbeute. Kein Wunder, dass nach der kurzen Feier in der Kabine kaum einem Profi wirklich nach Feiern zumute war.

Und die schlimme Nachricht vom tragischen Verlust für Kapitän Jonas Hector (30, siehe nächste Seite) belastet nun den ganzen Verein. Keine leichte Aufgabe für Coach Markus Gisdol (50) vor dem Abschluss dieser schwierigen Corona-Wochen.

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Das einzig Positive: Mark Uth (29) und Jhon Cordoba (26)  können am Samstag mit ihren Toren dafür sorgen, dass der FC vielleicht jene Mittel zur Verfügung hat, die nötig sein werden, um die Angreifer auch in der neuen Saison beim 1. FC Köln zu halten.

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