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FC hadert mit Ergebnis„Für einen Aufsteiger eben nicht selbstverständlich“

Für den 1. FC Köln gab es am Sonntagabend eine bittere Niederlage in Freiburg. EXPRESS.de hat die wichtigsten Stimmen zum Spiel gesammelt.

Der 1. FC Köln hat es verpasst, sein Punktepolster auf den Tabellenkeller weiter zu vergrößern. Beim Auswärtsspiel am Sonntagabend (25. Januar) gegen den SC Freiburg gab es nach einer frühen Führung trotzdem eine 1:2-Niederlage.

Selbst der gehaltene Elfmeter von Torhüter Marvin Schwäbe (30) konnte den Geißböcken keinen entscheidenden Push mehr geben. Nach dem Spiel zeigten sich die Spieler und Verantwortlichen deswegen niedergeschlagen. EXPRESS.de hat die wichtigsten Stimmen zur Pleite im Breisgau gesammelt.

„Ein bisschen mehr Zielstrebigkeit, ein bisschen mehr Glück“

FC-Kapitän Schwäbe über ...

… das 50/50-Spiel: „Ja, ich würde es genauso unterschreiben, glaube ich. Am Ende sind es ein, zwei Spielentscheidungen, die man getroffen hat in der ersten Hälfte, die dann direkt zu Gegentoren geführt haben. Hinten raus hatten wir unsere Chancen. Ich glaube, es wäre eigentlich ein ausgeglichenes Spiel gewesen.“

… das schnelle Gegentor: „Da war natürlich der Anstoß. Dann lassen wir uns zu tief reinfallen mit dem langen Ball. Das darf uns so nicht passieren. Da müssen wir das Ding einfach ganz klar klären und versuchen, den Ball so weit wie möglich wieder vom Tor wegzubringen. Man hat die Euphorie, es war natürlich irgendwo ein Stück weit direkt der Killer. Müssen wir einfach besser machen.“

… die zweite Halbzeit: „Ich glaube, wir haben spielerisch echt ein gutes Spiel gezeigt. Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet. Wir haben uns die Chancen trotzdem kreiert und rausgespielt. Deswegen ein bisschen mehr Zielstrebigkeit, ein bisschen mehr Glück in der einen oder anderen Situation und dann gehen wir mit 2:2 vom Platz.“

Köln-Dribbler Linton Maina über …

... die Niederlage trotz Führung: „Ich glaube, dass es viel zu einfach dann am Ende ist. Viel zu schnell auch. So schnell nach einem 1:0 darfst du auf keinen Fall ein Gegentor kriegen. Ich habe jetzt noch nicht genau gesehen, was da die Situation war, aber ich glaube schon, dass das auf jeden Fall was mit einem macht. Wenn du so schnell ein Gegentor kriegst, bist du noch am Jubeln und holst den Ball dann wieder aus dem Tor raus. Trotzdem fand ich, dass wir eigentlich ganz gut weitergemacht haben, wenig anbrennen haben lassen heute. Und das 2:1 ist dann wieder nicht gut verteidigt. Ich glaube, ich kann vor dem langen Ball von Schwäbe vielleicht ein bisschen mehr in den Mann gehen und dann spielt sich das so ein bisschen durch. Wir waren ungeordnet. Ärgerlich.“

.... die Gründe,warum der FC nicht mehr nachlegen konnte: „Ich glaube, dass das ein sehr intensives Spiel war von uns. Dass wir viel nach hinten gerannt sind, viel gepresst haben, dann vielleicht ein bisschen die Kraft auch vorne gefehlt hat, um dann nochmal zielstrebig Richtung Tor zu gehen, zu schießen. Trotzdem fand ich, dass wir ein richtig gutes Spiel gemacht haben und mehr verdient haben heute, Minimum einen Punkt, wenn nicht sogar mehr.“

Tom Krauß über die Niederlage: „Du startest sehr, sehr gut in das Spiel rein, machst das 1:0, glücklich natürlich auch durch ein Eigentor. Du bekommst aber leider sehr, sehr schnell das Gegentor, was uns natürlich nicht geholfen hat. Bis dahin hatte Freiburg auch keine Riesen-Chancen. Vor der Halbzeit das 2:1, was dann auch ein kleiner Nackenschlag ist. Ich finde aber schon, dass wir in der zweiten Halbzeit sehr gut gestartet sind. Am Ende haben wir leider nicht das 2:2 gemacht und deswegen ist es sehr, sehr bitter. Das nervt mich sehr, dass wir nicht zumindest einen Punkt mitgenommen haben. Am Ende merkt man auch ein bisschen bei Freiburg, dass die ganzen sehr erfahrenen Spieler so ein Spiel einfach auch ziehen.“

Kwasniok: „Glück, dass die Freiburger uns die Lichter nicht ausschießen“

Köln-Coach Lukas Kwasniok (44) über...

… die Gründe für die Pleite: „Weil der Fußball sich eben auch über Momente entscheidet. Ich fand, dass wir echt eine sehr, sehr gute Anfangsphase hatten. Wir gehen da schon irgendwo verdient, aber glücklich in Führung, weil das nicht zu einem Torerfolg führen muss. Aber wir haben dann einfach in dem Moment des Anstoßes zu sehr rückwärts gedacht. Ein bisschen schade, weil du natürlich dann einen guten Start zunichtemachst, und dann war es ein ausgeglichenes Spiel. Es ist nicht so viel passiert in den Strafräumen. Unmittelbar vor der Halbzeitpause, da haben wir auch nochmal eine falsche Entscheidung getroffen, leider.“

… mögliche Punkte in Freiburg: „Ich habe trotzdem das Gefühl gehabt, dass hier noch was drin gewesen ist, auch in der zweiten Halbzeit. Und so sind die Jungs auch rausgekommen. Gleich zwei, drei echt ordentliche Möglichkeiten gehabt aufs 2:2. Haben wir dann leider nicht gemacht, dann viel investiert. Wir haben natürlich Glück, dass die Freiburger uns die Lichter nicht ausschießen mit dem vergebenen Elfmeter, und hinten raus hat es nicht sein sollen. Ich fand die Leistung mehr als ordentlich, echt absolut solide bei einer Heimmacht. Aber am Ende geht es immer um Punkte und die haben wir heute leider nicht auf unserer Seite.“

… die verpasste Chance und das nächste Spiel: „Also mit einem Punkt hätten wir beide heute leben können. Das hat den Leistungen entsprochen und das ist für einen Aufsteiger eben nicht selbstverständlich, hier in Freiburg so eine Performance abzuliefern. Aber wir haben es dann nicht geschafft, weil wir einfach in diesen zwei, drei Momenten den Kürzeren gezogen haben. Deswegen geht die Welt nicht unter, sondern der Fokus liegt ganz klar schon wieder auf dem Freitagabend. Flutlicht im Rhein-Energie-Stadion, Heimspiel gegen Wolfsburg. Wir freuen uns drauf.“

FC-Sportdirektor Thomas Kessler (40): „Heute war mehr drin. In der ersten Halbzeit hatten wir die ein oder andere Situation, in der wir vielleicht ein bisschen ruhiger am Ball hätten bleiben können und hätten unsere Räume gefunden. Gerade in der zweiten Halbzeit hatten wir in meinen Augen deutlich bessere Chancen und haben sie nicht genutzt. Heute haben ganz viele kleine Situationen entschieden, warum wir als Verlierer vom Platz gehen. Und das ist enttäuschend, aber die Leistung grundsätzlich der Mannschaft war gut.“