Markus Babbel hat in einem Podcast über die damaligen Duelle gegen den 1. FC Köln gesprochen. Dabei ist ihm besonders ein FC-Profi im Gedächtnis geblieben.
„Damals habe ich auf den gekotzt“Babbel erzählt besondere Anekdote über FC-Ikone

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Markus Babbel beim Spiel von Eintracht Braunschweig gegen den 1. FC Saarbrücken als TV-Experte.
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24. Spieltag in der Saison 1994/1995: Der 1. FC Köln gewinnt am Samstagnachmittag mit 3:1 gegen den FC Bayern durch einen Doppelpack von Toni Polster (61) und einem weiteren Treffer von Pablo Thiam (52). Das Tor für den FC Bayern erzielte Markus Babbel (53).
Was heute als Sensationserfolg gelten würde, war damals ein normaler Spieltagssieg für den FC. Unter Coach Morten Olsen (76) beendeten die Kölner die Spielzeit auf Rang zehn. Fünf Jahre zuvor wurde unter Christoph Daum (†70) noch die Vizemeisterschaft gefeiert. Von dieser Platzierung kann man heute in Köln nur noch träumen.
Babbel über Polster: „Der hat Psychoterror mit mir betrieben“
In der aktuellen Folge des Sky-Podcasts „Geschichten aus dem Geißbockheim“ erzählt der mittlerweile als TV-Experte tätige Babbel über seine Erfahrungen gegen die damalige Kölner Truppe – und erwähnt eine besondere Anekdote über FC-Ikone Polster.
„Ich musste öfters mal gegen Toni Polster spielen. Und das war zu meiner Anfangszeit, als ich noch ein bisschen jüngerer Spieler war. Er hat dreimal gegen mich gespielt und sieben Tore geschossen“, so der Europameister.
Und weiter: „Der hatte eine Art an sich, die heute natürlich ein Schmunzeln übers Gesicht laufen lässt, aber damals habe ich auf den gekotzt. Das kannst du dir nicht vorstellen, weil der Psychoterror mit mir betrieben hat.“
Babbel erläuterte dann auch noch, was genau er damit meinte. Dabei bezog er sich auf den 3:1-Sieg der Kölner gegen den FC Bayern im April 1995, wo Polster einen Doppelpack schnürte.
Der 53-Jährige führte aus: „Er ist nicht viel gelaufen. Er war kein Laufwunder. Das waren dann die schwierigsten Gegenspieler für mich, die nicht viel gelaufen sind. Er ist, glaube ich, drei Kilometer in 90 Minuten gelaufen, aber hat dich zugetextet, vom Allerfeinsten, mit seinem Wiener Schmäh (humorvolle wienerische Art, Anm. d. Red.).“
Weiter betonte er: „Und als er den ersten reingemacht hat, meinte er zu mir: ‚Markus das war nicht dein Fehler. Da kannst du jetzt nichts dafür.‘ Nach dem zweiten hat er halt dann gesagt: ‚Nah Markus, da hast du jetzt nicht gut ausgeschaut.‘“
Polster spielte von 1993 bis 1998 in der Domstadt, absolvierte 168 Spiele für die Geißböcke, in denen er 88 Treffer erzielte und 22 weitere vorbereitete.


