Schwache Transfers und Fehlentscheidungen Heldt-Abschied kostet FC eine Million Euro

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Horst Heldt, hier am 34. Spieltag (22. Mai) beim FC-Heimspiel gegen Schalke 04, ist seit Sonntag nicht mehr Sportchef beim 1. FC Köln.

Köln – In der 21. Etage des Kölnturms kam das Aus: Am Sonntagmittag (30. Mai) fuhren Horst Heldt (51) und sein Geschäftsführerkollege Alexander Wehrle (46) am Mediapark vor und nahmen den Aufzug zu den Büros der Fondsgesellschaft von Eckhard Sauren (49).

  • 1. FC Köln trennt sich von Horst Heldt
  • Sport-Boss einen Tag nach Klassenerhalt von Aufgaben entbunden
  • FC muss rund eine Million an Heldt zahlen

Dort wartete das Präsidium des 1. FC Köln auf sie. Werner Wolf (64), Carsten Wettich und Eckhard Sauren empfingen Heldt und Wehrle und machten dem Duo schnell deutlich, dass für einen der beiden die FC-Reise hier zu Ende ist: Horst Heldt wurde von den Aufgaben als Sportchef entbunden (EXPRESS berichtete).

Fehlentscheidungen von Horst Heldt beim 1. FC Köln hatten sich gehäuft

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Die Entscheidung des Präsidiums war in den vergangenen Monaten gereift. Der chaotische Transfersommer, die ungesunde Nähe zu Ex-Coach und „Schnitzelbruder“ Markus Gisdol (51), die Transferflops Max Meyer (25) und Emmanuel Dennis (23).

Zuviel war zusammengekommen, da konnte die Führung des 1. FC Köln, die sich keine Millionen-Flops mehr leisten kann, nicht mehr wegsehen. Der siebenköpfige Gemeinsame Ausschuss, dem der Vorstand und zwei Vertreter des Mitgliederrats angehören, senkte den Daumen.

Für den ersten Augenblick wird die Trennung aber vor allem eins: teuer. Nicht so teuer zwar wie bei Jörg Schmadtke (57), der einst eine Abfindung von 3,3 Millionen Euro einstrich. Aber auch nicht so günstig wie bei Armin Veh (60), der nur raus aus seinem Vertrag wollte und dem FC bei seinem Rücktritt entgegenkam.

Horst Heldt soll eine Million Euro Abfindung beim 1. FC Köln erhalten

EXPRESS erfuhr: Rund eine Millionen Euro kassiert Horst Heldt für die Auflösung seines bis 2023 laufenden Vertrags. Die Summe war gedeckelt durch eine im Kontrakt installierte Abfindungsregelung, wie sie einst von Ex-Boss Werner Spinner (72) nach dem Schmadtke-GAU eingeführt worden war.

Trotzdem viel Geld für den klammen 1. FC Köln. Aber jeder weitere Transfer-Fehlgriff wäre noch teurer gewesen. Allerdings: Nach Schmadtke, Veh und Heldt wird mit Jörg Jakobs nun der vierte Sportchef in gut vier Jahren seinen Job aufnehmen.

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