Ein Stich ins Herz für Alexandra Popp: Die Fußball-Ikone ist nach dem verlorenen DFB-Pokal-Finale untröstlich.
„Schaut von oben zu“Bei dieser Frage muss Popp erstmal schlucken

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Alexandra Popp war nach dem verlorenen Pokalfinale in Köln sehr emotional.
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Für Alexandra Popp (35) ist es ein unfassbar harter Moment. In ihren vielleicht letzten DFB-Pokal-Finale erlebt sie ihre erste Endspiel-Niederlage in diesem Turnier.
Eine klare 0:4-Klatsche mit dem VfL Wolfsburg gegen den FC Bayern ließ die Angreiferin emotional zusammenbrechen. Unmittelbar nach Spielende ging sie zu Boden und weinte unkontrolliert. Mannschaftskameradinnen und das Team versuchten, sie aufzubauen, aber die Enttäuschung war riesig. Die Worte von ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann (62) passten perfekt: „Lass alles raus, Poppi.“
Sky-Moderatorin überrumpelt Popp mit Frage nach verstorbenem Vater
Ein geschichtsträchtiger Augenblick, auf den Popp sicher gern verzichtet hätte. 13 Mal erreichte sie das Endspiel, 13 Mal stemmte sie die Trophäe empor – doch diese Serie endete jetzt. Die Zuschauer im Kölner Stadion zollten der Ausnahmespielerin dennoch riesigen Applaus, während sie sich die Medaille für den zweiten Platz holte. Ein flüchtiges Lächeln zeigte sich in ihrem Gesicht, und sie schickte einen Luftkuss in Richtung Trophäe, ehe sie im Spielertunnel verschwand. Das berichtet „bild.de“.
Gegenüber Sky machte Popp aus ihrer großen Enttäuschung keinen Hehl. „Ich habe mir das anders vorgestellt. Ich hatte die Hoffnung, dass wir Bayern irgendwie knacken können“, gab sie zu. „Man muss ehrlich sein, die Bayern machen gerade einfach einen guten Job.“ Wie sehr der verpasste Sieg sie schmerzte, machte sie deutlich: „Ich habe in den letzten Jahren immer wieder betont, dass der Pott mein Baby ist. Es kann sein, dass es mein Letztes war. Das ist gerade extrem schwierig für mich.“
Von einer Frage von Sky-Moderatorin Nele Ocik wurde Popp dann etwas überrumpelt. „Poppi, wir wissen natürlich, dass einer von oben zuschaut: dein Papa. Wie stolz ist und wäre er auf dich?“, wollte Ocik wissen. Popps Vater war im Dezember 2022 verstorben.
Die Spielerin war ob der sehr persönlichen Frage sichtlich perplex, musste sich kurz sammeln: „Jetzt haut ihr aber einen raus“, sagte Popp. Doch dann fand sie bewegende Worte: „Ich glaube, mein Vater ist extrem stolz. Leider konnte ich ihn heute nicht beschenken. Mein Vater war mein größter Kritiker, aber auch mein größter Förderer.“ Daraufhin umarmte die Journalistin sie kurz, um Trost zu spenden.
Eine Ära geht für Popp zu Ende. Nach 14 Jahren, sieben Meisterschaften und elf Pokaltiteln für Wolfsburg, zu denen zwei weitere Erfolge mit dem FCR Duisburg kommen, schließt sie sich im Sommer Borussia Dortmund an. Ihr Ziel ist es, den derzeitigen Regionalligisten beim Aufstieg zu unterstützen.
Für die Stürmerin bedeutet dies auch, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Aufgewachsen ist sie in Gevelsberg, wo sie nun wieder leben wird. „Ich habe eine Wohnung in meinem Heimatdorf. Es geht also wieder richtig nach Hause“, offenbarte sie. „Ich war lange Zeit weg, aber viele Freunde sind geblieben. Und auch meine Familie ist da. Das wird noch mal ein ganz anderes Leben.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
