Nach sieben Jahren Posten einfach abgeschafft: Ex-Kölner muss bei Traditionsklub gehen

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Sportdirektor Boris Notzon wurde am Mittwoch (10. März) beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern freigestellt.

Kaiserslautern – Ein Traditionsklub am Abgrund: Der 1. FC Kaiserslautern kämpft in der 3. Liga seit Monaten ums nackte Überleben. Die „Roten Teufel“ rangieren als Tabellen-16. nur ein mageres Pünktchen vor der Abstiegszone, es droht der sportliche Absturz in die Viertklassigkeit.

  • 1. FC Kaiserslautern stellt Sportdirektor Boris Notzon frei
  • Notzon war einst Chefanalytiker beim 1. FC Köln
  • Der Posten des Sportdirektors wird beim FCK abgeschafft

Gleichzeitig vergeht kaum eine Woche ohne internen Wirbel beim Bundesliga-Sensationsmeister des Jahres 1998. Neuestes Opfer: Boris Notzon (41). Der Sportdirektor wurde vom Klub am Mittwoch (10. März) freigestellt.

Der Grund ist durchaus kurios: Denn Notzons Posten wird schlichtweg eingestampft! Eigentlich hätte der Sportdirektor, der zuvor von April 2008 bis Juni 2014 als Chefanalyst beim 1. FC Köln gearbeitet hatte, noch einen Vertrag bis Ende der laufenden Saison gehabt. Nun gibt's aber die vorzeitige Trennung.

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1. FC Kaiserslautern stellt Sportdirektor Boris Notzon frei

Erst vor anderthalb Wochen hatte der Klub Thomas Hengen (46) als neuen Sport-Geschäftsführer verpflichtet. Der Ex-Kaiserslautern-Profi (sechs Tore und sieben Assists in 132 Spielen) durfte nun als erste Amtshandlung bei den Pfälzern gleich einmal Notzon vor die Tür setzen.

Die nonchalante Begründung: Ein Sportdirektor wird beim FCK künftig schlichtweg nicht mehr gebraucht.

Offiziell klang das so: „Nach der Umstrukturierung in der Geschäftsführung hat sich der FCK im Bereich der sportlichen Leitung jedoch neu aufgestellt, sodass die Position des Sportdirektors in der aktuellen Konstellation in der 3. Liga nicht mehr darstellbar ist. Daher haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen, der uns nicht einfach gefallen ist“, wird Hengen in der Klub-Mitteilung zitiert. 

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Chef-Analyst Boris Notzon mit Chefcoach Volker Finke und Mentaltrainer Andreas Marlovits (v.l.) am 2. März 2011 beim Training des 1. FC Köln.

Zudem erklärte der neue Sportboss: „Boris Notzon hat sich in den vergangenen sieben Jahren voll und ganz in den Dienst des 1. FC Kaiserslautern gestellt und sich stark mit unserem Klub identifiziert. [...] Wir wünschen Boris Notzon für seine berufliche und persönliche Zukunft nur das Beste.“

Notzon, der in seiner Zeit beim FC unter anderem das Video-Analyse-Zentrum „Sportslab“ mit aufbaute und so beispielsweise die Entdeckung des späteren brasilianischen Nationalspielers Pedro Geromel (35) ermöglichte, hatte im August 2014 zunächst als Leiter der Scouting-Abteilung in Kaiserslautern angeheuert.

Drei Jahre später übernahm er dann den Posten des Sportdirektors. Nach sieben Jahren im Verein ist für Notzon auf dem „Betze“ nun aber Schluss. (kos)

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