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Stimmung in Arena kipptMinuten nach Haie-Aus: Plötzlich gellendes Pfeifkonzert

Die Haie-Profis stehen nach dem Playoff-Aus auf dem Eis.

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Bitterer Abend in Köln: Die Haie-Profis stehen nach dem Playoff-Aus auf dem Eis. Feiern durften nur die Gäste aus Berlin.

Nach dem Aus der Kölner Haie gegen die Eisbären Berlin gab es in der Lanxess-Arena erst Tränen – und dann ein gellendes Pfeifkonzert gegen die jubelnden Gäste.

Die Kölner Haie sind aus den Playoffs ausgeschieden – und in der Lanxess-Arena folgten auf Tränen binnen Minuten Pfiffe von den Kölner Rängen!

Aber was war passiert? Nach der Schlusssirene gab es zunächst emotionale Szenen. Aus den Lautsprechern tönte „In unserem Veedel“ von den Bläck Fööss, Schals wurden in die Höhe gestreckt, Fans lagen sich weinend in den Armen. Ein bewegender Abschied der Haie-Anhängerinnen und ‑Anhänger von ihrer Mannschaft.

Pfiffe und Schmähgesänge in Köln gegen Berliner Spieler und Fans

Doch dann kippte die Stimmung. Die Berliner Spieler begannen gemeinsam mit ihren mitgereisten Fans zu feiern – mit rhythmischem Klatschen, ähnlich dem Island-Huh, mitten in der Melodie der kölschen Hymne für Hoffnung und Zusammenhalt.

Das kam beim Kölner Publikum gar nicht gut an! Massive Pfiffe und Schmähgesänge waren die Folge und hallten durch die Arena.

Sportlich hatten die Berliner ihren 4:2-Gesamtsieg im Halbfinale auf dem Kölner Eis durch ein 4:1 (2:1, 0:0, 2:0) perfekt gemacht und ziehen in die Finalserie gegen die Adler Mannheim ein. Den Kölnern reichte ein Tor von Parker Tuomie nicht zum dritten Ausgleich in der Neuauflage des Vorjahresfinals.

Überragender Mann auf Berliner Seite war wiederum Torhüter Jonas Stettmer. „Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte der Schlussmann am MagentaSport-Mikrofon. „Wir waren in den entscheidenden Kleinigkeiten besser, haben defensiv kompakter gestanden und in den richtigen Momenten die Tore gemacht.“

Berlins Treffer erzielten Jonas Müller (7.), Ex-Kölner Frederik Tiffels (10.) sowie Yannick Veilleux (59.) und Markus Vikingstad (60.) jeweils ins leere Tor kurz vor der Schlusssirene.

Haie-Stürmer Dominik Bokk zeigte sich nach der Partie trotz der Niederlage gefasst: „Ein bisschen Druck war schon da. Jedes Team hat bis jetzt jedes Heimspiel gewonnen, wir sind Erster geworden und haben kein Spiel in den Playoffs zu Hause verloren. Klar wussten wir, dass wir heute gewinnen müssen. Das haben wir leider nicht geschafft. Aber wir sind so eine starke Mannschaft – wir lassen den Druck nicht so an uns ran.“

Das erste von maximal sieben Finals steigt am Freitag (19.30 Uhr/DF1 und MagentaSport) in Mannheim. Den Meister kürt spätestens Spiel sieben am 7. Mai.

Nate Schnarr liegt auf dem Eis.

Bitterer Haie-K.o.

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