Eric Martel hat öffentlich noch keine Entscheidung bekannt gegeben, wie und wo er seine Zukunft sieht. Im Sommer läuft sein Vertrag beim 1. FC Köln aus – es kann nur eine Lösung geben. Ein Kommentar:
FC-KommentarPoker um Eric Martel: Es kann nur eine Lösung geben
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Die Karriere von Eric Martel (23) in Kurzzusammenfassung: Top-Talent bei Jahn Regensburg, die nächsten professionellen Schritte in der Jugend von RB Leipzig, ausgeliehen an Austria Wien. Vor der Saison 2022/23 unterschrieb Martel beim 1. FC Köln dann einen Vierjahresvertrag, der im Sommer 2026 ausläuft.
Seit einigen Monaten gibt es keine Entscheidung, wie Martel seine Zukunft gestalten will. Der Mittelfeldspieler lässt Köln zappeln, eigentlich sollte nach der Hinrunde gesprochen werden. Doch die Gespräche liegen erst einmal auf Eis.
Eric Martel muss sich bewusst werden, was er am 1. FC Köln hat
In Köln reifte Martel zum Führungsspieler, hat bislang 122 Spiele mit dem Geißbock auf der Brust absolviert. Nach dem Abgang von Ellyes Skhiri (30) zu Eintracht Frankfurt setzte man beim FC voll auf den zweikampfstarken Abräumer. Er wurde Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft und war 2024 zwischenzeitlich in Europa die Nummer 1. Von allen U23-Mittelfeldspielern in Europas Top-Fünf-Ligen konnte Martel die meisten Ballgewinne pro 90 Minuten verzeichnen.
Der 1. FC Köln und Martel – das schien zu passen. In der Leipziger Schmiede hatte man ihn aussortiert, wohl auch, weil man keine Perspektive für die ganz, ganz große Karriere sah. Am Geißbockheim jedoch waren und sind Martels Qualitäten gefragt.
Doch die Martel-Seite will offenbar mehr, kokettiert seit Monaten mit einem Abgang. Die ganz großen Angebote blieben aber bislang aus. Angeblich zeigen Mannschaften wie Eintracht Frankfurt oder Borussia Dortmund keinerlei Interesse. Stattdessen gab es Gerüchte um Besiktas Istanbul, AC Florenz oder den SC Freiburg. Aber wäre das der große nächste Schritt, den Martel sich erhofft? Beim FC müssen sie sich jedenfalls schon nach Alternativen umschauen.
In Köln schwächelte der Mittelfeldspieler zuletzt, ist unter Trainer Lukas Kwasniok (44) nicht mehr unumstritten. Die teaminterne Konkurrenz, wie Tom Krauß, liefert. Martel hingegen kämpft aktuell mehr mit sich selbst. Ob ihn die ungeklärte Zukunft belastet? Nach der Transferperiode sollen die Gespräche wieder aufgenommen werden. Es muss dann neu verhandelt werden, denn das FC-Angebot aus dem Sommer ist nicht mehr gültig.
Es kann für Martel jetzt nur eine Lösung geben: Er muss das Angebot des 1. FC Köln annehmen und den Vertrag am Geißbockheim verlängern! Hier kann er mit dem FC die nächsten Schritte gehen, sich in der Bundesliga etablieren und auch größere Ziele erreichen. Anstatt große Träume zu spinnen, sollte sich Martel bewusst werden, was er am FC hat.
Eines ist gewiss: Trainer Kwasniok schreibt keine Spieler ab, wie er zuletzt bei Linton Maina bewiesen hat. Der flinke Offensivspieler konnte sich nach einem kleinen Tal zurückkämpfen. Auch Martel wird Kwasniok nicht fallen lassen. Er sollte sich jetzt nur schnell zum FC bekennen.



