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Planen, pflanzen, pflegenDer gute Start ins Gartenjahr

Ein Eimer mit der Aufschrift "Keine Zeit, der Garten ruft" ist mit Laub gefüllt und steht auf einem herbstlichen Rasenstück.

Im Winter herrscht Ruhe im Garten? Klares „Jein“ – zwar sollte man beispielsweise im Januar den Rasen noch in Ruhe lassen, dafür gibt es aber einiges, was man (perspektivisch) für den Start ins Gartenjahr tun kann.

Jetzt schon ans Frühjahr denken: Was in die Erde muss, wie die Planung fürs Gartenjahr aussehen kann.

Über allen Wipfeln ist Ruh' – und drunter meistens auch. Aber so wenig arbeitsintensiv der Januar im Gartenjahr auch daherkommen mag: Es gibt trotzdem ein bisschen was zu tun. Denn das Frühjahr kommt schneller, als man meinen mag. Und wer sich in der kalten Jahreszeit gut vorbereitet hat, kann in der wärmeren die heimische Scholle richtig genießen.

Damit Nützlinge wie Bienen, Käfer, Schmetterlinge und Tigerschnegel bald wieder tatkräftig bei der Gartenarbeit helfen können, sollten weder vertrocknete Pflanzenreste abgeschnitten (wertvolle Winterquartiere für Insekten) noch der Boden umgegraben werden.

Im Januar schnell noch letzte Blumenzwiebeln setzen

Für Wildbienen können, so Lutz Popp, Gartenbauexperte des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, bereits jetzt Nisthilfen angebracht werden, einige Arten der emsigen Nützlinge summen nämlich schon sehr zeitig im Jahr herum. Die Insekten freuen sich über Nektar und Pollen der ersten Frühblüher.

Wer es versäumt hat, im Herbst Zwiebeln für Narzissen, Tulpen oder Krokusse zu setzen, kann das an frostfreien (!) Tagen jetzt noch schnell nachholen.

Auch Kaltkeimer, die den Kältereiz zum Keimen brauchen, dürfen im Januar in die Erde. Zu den beliebtesten Kaltkeimern gehören unter anderem:

  1. Christrose
  2. Pfingstrose
  3. Blauer Eisenhut (Achtung, sehr giftig!)
  4. Mohn
  5. Duftveilchen

Der Januar ist auch ein guter Zeitpunkt, um die Gartengeräte auf Vollständigkeit und Funktionalität zu checken. So kann man beispielsweise Gartenscheren reinigen (Schleifen bitte nur bei Profimodellen; handelsübliche Scheren haben spezialgehärtete Klingen, die das Schleifen in der Regel weniger gut vertragen). Mit Glasreiniger lassen sich Pflanzenreste auf den Klingen gut entfernen, ein paar Tröpfchen Kriechöl (z. B. Ballistol, WD-40) schmieren die Scheren-Gelenke.

Und die frisch gewartete Schere (oder Säbelsäge) kann jetzt zum Einsatz kommen, denn Hartholz-Sträucher wie Hasel, Weigelie, Deutzie, Forsythie oder Schlehe können geschnitten werden aber bitte nur an frostfreien Tagen, sonst droht das Holz zu splittern. Auch Kernobstbäumen (z. B. Apfel, Quitte, Birne) kann man einen Rückschnitt verpassen. Extra-Tipp: Ausrangiertes Tannengrün oder Reste des Weihnachtsbaumes als Kälteschutz um Staudenpflanzen legen. Nicht nur praktisch, sondern sieht auch noch gut aus. Vom Rasen bitte noch die Finger lassen, die Gräser haben wohlverdiente Wachstumspause!

Ist der Boden nicht gefroren, kann man jetzt Beerensträucher oder Bäume pflanzen. Der Januar ist auch eine Zeit, um eine neue Hecke anzulegen. Inspiration: Wie wäre es denn mal mit einer Benjes-Hecke? Damit schlagen Sie gleich vier Fliegen mit einer Klappe! Sie werden den Grünschnitt los, schaffen natürlichen Kompost sowie Wind- und Sichtschutz und bieten Vögeln und Kleintieren einen perfekten Unterschlupf.

Für die Hecke werden Holzpfeiler ca. 60 Zentimeter tief in zwei Reihen in den Boden gesetzt und dazwischen Totholz, Reisig und andere Gartenreste in Form einer Hecke aufgeschichtet. Eine anschauliche Anleitung gibt es beispielsweise beim NABU.

Und auch wer eher zu den „Frostbeulen“ gehört und lieber drinnen von warmen Gartentagen träumt, kann aktiv werden. „Mein Gartenkalender 2026“ von Wolf-Dieter Storl (GU; 21,99 Euro) bietet nicht nur wertvolle Tipps von Monat zu Monat, sondern ganz viel Platz für eigene Inspiration. Der Ethnobotaniker und Gartenexperte aus dem Allgäu sagt: „Im Januar ist Zeit, sich Gedanken für das kommenden Gartenjahr zu machen. Mein Tagebuch hilft mir dabei.“ Darin können Sie Namen von Pflanzen, die Ihnen besonders gefallen, notieren. Oder einen Beet-Plan skizzieren, Entwürfe für eine Nasch-Hecke oder eine Sitzecke festhalten.

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