Wahnsinns-Szenen! Ein Schneesturm-Inferno legt Russland lahm.
Schon mehrere TodesopferStadt versinkt – Schnee bis zum 9. Stock

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Kamtschatka: Bewohner schaufeln sich aus meterhohen Schneemassen frei.
Aktualisiert
Dramatische Zustände im Osten von Russland! Gewaltige Schneestürme suchen die Halbinsel Kamtschatka heim, die dadurch im totalen Chaos versinkt. In der Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski ist die Situation besonders verheerend. Es gibt unfassbare Bilder, die zeigen, wie sich die Schneemassen stellenweise bis zum neunten Stock stapeln. Komplette Stadtteile sind von der Umwelt isoliert.
Ein wahrer Albtraum für die Anwohner. Zahlreiche Gebäude sind von draußen unerreichbar, weil die Eingänge und Türen meterhoch mit Schnee blockiert sind. Um überhaupt nach draußen zu kommen, müssen die Leute durch Fenster und über Balkone in den oberen Stockwerken steigen. Die Stadt hat mittlerweile den Ausnahmezustand erklärt, da kein Ende des Schneetreibens absehbar ist und die Situation immer kritischer wird. Das berichtet „t-online“.
Wetterexperten reden von den schlimmsten Schneefällen seit 30 Jahren. Bereits im Dezember kam dreimal mehr Schnee herunter als normal. Am 13. und 14. Januar brachte ein Wirbelsturm vom Ochotskischen Meer dann binnen 24 Stunden über die halbe normale Monatsmenge an Niederschlag. Starke Wirbelstürme ziehen seit mehr als einem Monat über die Halbinsel. Eine ähnliche Wettersituation erlebte man zuletzt im Winter des Jahres 1997.
Die Lage sei ungewöhnlich und ein Warnsignal, meint Anna Prichodko, die Chefin der Wettervorhersage-Abteilung des Hydrometeorologiezentrums von Kamtschatka. Sie sagt: „Wenn wir in den letzten Jahren mit schneearmen Wintern ausgekommen sind und alle ein wenig vergessen haben, was Kamtschatka ist, dann hat die Natur beschlossen, uns daran zu erinnern“. Für die nächsten Tage werden schon die nächsten Schneestürme erwartet.
Es gab durch die Schneemengen schon Todesfälle. In Petropawlowsk-Kamtschatski starben mindestens zwei Personen, die von herabstürzendem Schnee von Dächern getroffen wurden. Der 60 Jahre alte Igor Bykow ist eines der Opfer. Ein Familienmitglied erzählt, dass er sich auf dem Nachhauseweg befand, als eine Masse aus Schnee und Eis ihn verschüttete. „Er war schon fast da, als diese Lawine von dem Haus auf ihn herunterging“, schildert die Angehörige. Zwar alarmierten Nachbarn umgehend Rettungskräfte, doch die Rettungssanitäter trafen erst Stunden später ein – was zu spät war.
Das gesamte öffentliche Leben kam zum Erliegen. Der öffentliche Verkehr wurde am 13. Januar komplett gestoppt. In einer noch nie dagewesenen Aktion werden jetzt Gefangenentransporter der Nationalgarde für den Personentransport genutzt. Massive Schwierigkeiten haben auch die Rettungsdienste. Um einen Patienten ins Hospital zu schaffen, mussten Ärzte in der Nacht zum 13. Januar ihn über einen Kilometer auf ihren Armen transportieren.
Die Situation bei der Versorgung eskaliert zusehends. Wer es noch nach draußen schafft, steht in den Läden häufig vor leeren Regalen. Eine Frau berichtet: „Brot haben wir seit drei Tagen nicht mehr gesehen“. Ihr Gatte konnte lediglich halb faule Kartoffeln, Fertignudeln und Graupen bekommen. Ein Anwohner war einen halben Tag auf den Beinen, um ein größeres Geschäft zu erreichen, aber auch dieses war so gut wie leergekauft. „Milch, Brot, Eier, Gemüse – alles ausverkauft.“
Zahlreiche Einwohner auf Kamtschatka fühlen sich allein gelassen und erzählen von Bedingungen wie in den 1970er- oder 1980er-Jahren. Die Leute mussten seinerzeit Tunnel graben, nur um wieder an die Oberfläche zu kommen. Eine furchtbare Sorge treibt Sergej um, der seine Oma aus ihrer zugeschneiten Wohnung retten musste: „Ich fürchte, erst wenn alles freigeschaufelt ist, erfahren wir, wie viele alte, alleinlebende Menschen in ihren Wohnungen in dieser Blockade-Woche gestorben sind.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
