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Wetter-Chaos in ItalienZyklon „Harry“ sorgt für Evakuierungen und Flut-Alarm

Stadtbild mit Gebäuden, Bergen und Wolken

Rote Unwetterwarnungen treffen Italiens Urlaubsregionen (Symbolbild).

Alarmstufe Rot! Heftige Unwetter treffen Italien.

Ein bedrohlicher Wirbelsturm, der auf den Namen „Harry“ hört, ist mit voller Kraft über Italien hereingebrochen. In etlichen bekannten Feriengebieten löst er eine absolute Notsituation aus. Für Regionen wie Kalabrien, Sizilien und auch Sardinien wurde vom Wetterdienst die höchste Alarmstufe Rot verhängt. Seit Montag wütet ein extremes Unwetter mit riesigen Niederschlagsmengen über dem Land, was einige Ortschaften in pures Chaos versetzt. In vielen Gegenden hat man zur Sicherheit die Schulen nicht geöffnet.

Die Verantwortlichen richten einen dringenden Appell an die Menschen vor Ort. Domenico Costarella, der Chef des Zivilschutzes, warnte am Dienstagmorgen im Sender Rai: „Verhalten Sie sich vernünftig. Gehen Sie kein Risiko ein“. Er versicherte jedoch, dass die Situation beherrschbar sei. Wetterexperten sagen wolkenbruchartige Niederschläge mit bis zu 400 Litern pro Quadratmeter voraus. Es wird auch mit Windstößen gerechnet, die mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde Orkanstärke annehmen könnten. Obendrein besteht die Gefahr von Sturmfluten, bei denen Wellen eine Höhe von bis zu sieben Metern erreichen. Das berichtet „t-online“.

Auf Sizilien spitzt sich die Situation besonders dramatisch zu. Dort mussten beinahe 200 Personen ihre Wohnungen räumen, wovon auch ältere Bewohner von Pflegeeinrichtungen in Küstennähe betroffen waren. Der Küstenort Marzamemi ist sogar komplett evakuiert worden. Die Verwaltung hat für die betroffenen Familien Notquartiere organisiert. Ebenso erhielten die Einwohner der Orte Giampilieri Marina, Acireale und Capo Mulini die Aufforderung, sich in Sicherheit zu begeben.

Eine Schneise der Zerstörung zieht das Unwetter auch über Sardinien. Es gab Meldungen über Erdrutsche, und mehrere Autobahnen wurden für den Verkehr dichtgemacht. Aus der Gemeinde Torpè brachte man Dutzende Familien in Sicherheit, deren Häuser sich bei Flüssen und Staudämmen befinden. Die Feuerwehr musste allein am Montag ungefähr 150 Mal ausrücken, um sich um entwurzelte Bäume, herabgestürzte Dachziegel und herumgewirbelte Verkehrsschilder zu kümmern. Der Chef der Provinz Nuoro, Giuseppe Ciccolini, appellierte, Fahrten auf den Provinzstraßen zu vermeiden, insbesondere im Bereich von Brücken und Küstenstreifen.

Auf Sardinien herrschte zwischenzeitlich große Aufregung um zwei Hirten. Sie galten als vermisst, nachdem der Fluss Margiani übergetreten war. Die beiden hatten Zuflucht in einem Schafstall gefunden. Über die Plattform X konnte die Feuerwehr später Entwarnung geben: Die beiden Männer wurden sicher und gesund geborgen. Für die betroffenen Gebiete gelten die Unwetterwarnungen noch bis Mittwoch. Erst im Anschluss wird eine leichte Beruhigung der Situation erwartet. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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