Kot, Feigling, kleiner Penis Das bedeuten die Namen unserer Autos wirklich

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Die meisten Autonamen wirken auf den ersten Blick kompliziert, einfallslos oder ein wenig bescheuert.

Die Bezeichnungen und Namen von Autos sind immer eine Sache für sich. Entweder sie sind kryptische Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben, schwer auszusprechende Kunstbegriffe oder aber von äußeren Einflüssen inspirierte Werbemaschinen.

Die andere Seite der Medaille sind jene Namen, die in manchen Ländern dieser Welt nur ein hämisches Kopfschütteln hervorrufen.

Dass dies passiert kann man kaum glauben, brauchen Hersteller doch bis zu drei Jahre, um einen passenden Namen für ihr neues Modell zu finden. Etliche externe Experten, wie zum Beispiel Manfred Gotta (erfand „Smart“ und „Twingo“) und interne Profis arbeiten an der Namensfindung.

Und doch: Oftmals ist diese im wahrsten Sinne des Wortes ein Griff ins Klo.

i-MiEV, e-tron, Pinto

So zum Beispiel der Mitsubishi i-MiEV, der 2014 den deutschen Markt amüsierte. Mittlerweile hat der Konzern reagiert und seinen Wagen in das eher uneinfallsreichere „Electric Vehicle“ umbenannt.

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Ein E-Auto namens i-MiEV. Na dann kann das wilde assoziieren ja losgehen.

Auch Audis e-tron dürfte vor allem in Frankreich auf ungläubiges Kopfschütteln stoßen, da Étron ins Deutsche mit „Kot“ übersetzt wird.

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Der Audi e-tron sorgte vor allem in Frankreich für Gelächter.

Den Vogel schoss jedoch Ford mit seinem Pinto ab. Denn Pinto steht nicht nur für „Feigling“, sondern im brasilianischen Slang auch für einen kleinen Penis.

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Ein aufgemotzter Pinto.

Qashqai, Caliber, Scirocco

Dass es jedoch auch anders geht zeigt zum Beispiel das Vorzeige-SUV von Nissan. Der „Audi Q5 für Arme“, wie er „liebevoll“ im Nissan-Forum genannt wird, hat seinen schwer auszusprechenden und aufzuschreibenden Namen eines Nomadenstammes, der am Rande des Zagros-Gebirges im Iran lebt. Der Wagen wurde ein voller Erfolg, die Kunden assoziierten Freiheit, Grenzenlosigkeit und Kraft mit dem Gefährt.

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Ein voller Erfolg, trotz Schreibproblemen. Der Qashqai lief seit Einführung rund zwei Millionen Mal vom Band.

In Amerika kann man jedoch auch von einigen Patzern in der Autobranche berichten. Der Hersteller Dodge gibt seinen Wagen regelmäßig Namen wie „Caliber“ oder „Beretta“, die womöglich bei europäischen Autobauern auf keinen Fall durchgewunken worden wären. Im Fall „Beretta“ musste sich General Motors mit der gleichnamigen Waffenfabrik Beretta vor Gericht treffen. Der Streit wurde nach einer GM-Zahlung von 500.000 Dollar für gemeinnützige Zwecke friedlich und ohne Schusswechsel beigelegt.

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Der Name „Caliber“ wäre wohl in Europa nicht so einfach durchgewunken worden.

VW bedient sich ebenso wie Maserati gerne mal in der Natur bei der Namensfindung ihrer Neuwagen. Anreize finden sie dabei in verschiedenen Winden, wie „Passat“, „Scirocco“ oder auch „Bora“ und „Khamsin“ beweisen.

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Windige Angelegenheiten bei VW. Der Hersteller bedient sich gerne, wie beim „Scirocco“, in der Natur.

Und dann gibt es da ja noch die unsäglichen Zahlen-Buchstaben-Kombis

Und dass diese eher wenig Gefühl vermitteln liegt wohl auf der Hand. Schwer zu merken – vor allem für Laien hören sie sich selten verschieden an.

Doch viele der Hersteller verfolgen mit den Zahlen-Buchstaben-Kombinationen eine Strategie.

So besteht die Namensgebung bei BMW seit 1972 (BMW 520i) meist aus der Kennzeichnung des Hubraums.

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BMW setzt seit jeher auf Buchstaben-Zahlen-Kombinationen. So auch beim X4.

Und Audi bezeichnet mit dem Audi A3 immer die Karossereiform, also im Falle der A-Modelle Limousine, Steilheck und Cabrio. Die darauffolgende Zahl gibt Auskunft über die Fahrzeuggröße.

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Der Audi A3. Das A steht für das Karosseriedesign.

Ebenfalls der vermeintlichen Einfachheit verschrieben hat sich Mercedes: Hier gibt es die Buchstabenreihe A, B, C, E und S der Kernmodellreihen. Die Buchstaben bezeichnen dabei die Größe der Fahrzeuge. Je weiter hinten ein Buchstabe im Alphabet steht, desto größer ist das damit bezeichnete Fahrzeug.

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Auch Mercedes setzt auf sperrige Bezeichnungen, anstatt sich etwas kreatives einfallen zu lassen. Hier: Mercedes C63 AMG.

Kuga, Astra, 911

Porsche und seine Sportwagen-Ikone 911 bleibt trotz des 11.Septembers 2001 (nine-eleven) standhaft in der Namensgebung. Sie fürchten bei Namensänderung einen Verkaufseinbruch.

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Porsche hält an seinem „Elfer“ fest.

Der Kuga von Ford steht für Robustheit. So der Hersteller. Außerdem sollte der Name prägnant und leicht einprägsam sein. Auf slowenisch und im serbokroatischen Sprachraum bedeutet Kuba übrigens „Pest“.

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Kurz und prägnant. Der Ford Kuga.

Opel setzt bei seinen etablierten Modellen mit den Karosseriedesigns, wie Stufenheck, Fließheck und Kombi, ganz und gar auf den ersten Buchstaben des Alphabets – das „A“.

Vertreten wird es durch den Insignia (Mittelklasse), den Astra (Kompaktklasse) und den Corsa (Kleinwagen).

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Opel setzt aufs „A“ wie beim Astra. Der Buchstabe erzeugt nämlich positive Gefühle.

Pajero, Reventón, MR2 – drei Fehlgriffe

Drei weitere Fehlgriffe erlaubten sich Mitsubishi, Toyota und Lamborghini in Spanien und Frankreich. Mit dem Pajero, dem Reventón und dem MR2 bekleckerten sich die Hersteller nicht gerade mit Ruhm.

Der Mitsubishi Pajero steht im Spanischen übersetzt für einen sich selbst befriedigenden Mann. Und die Edelkarosse Reventón von Lamborghini bedeutet nichts anderes als „Reifenschaden“, der besser nicht auftreten sollte, wenn man mit dem Wagen über die Autobahn heizt.

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Der „Wi****“ wird hier von hübschen Frauen in Szene gesetzt.

In Frankreich ging der Toyota MR2 wortwörtlich nach hinten los. Spricht man die Buchstaben in Kombination mit der Zahl in der Landessprache aus, wird aus MR2 ganz schnell „merde“ („Scheiße“). Dabei wollte Toyota doch nur auf Mittelmotor, Heckantrieb und Zweisitzer hinweisen. Der Wagen heißt jetzt im Land jenseits des Rheins nur noch „MR“ – eine pragmatische Lösung.

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Der MR2 wurde in Frankreich shcnell zu „merde“.

(job)

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