Abo

Hunde-Profi redet KlartextMartin Rütter rechnet mit beliebtem Klischee ab

Martin Rütter, ein Mann, im Porträt

Martin Rütter entlarvt Hunde-Mythos mit Dating-Vergleich.

Schluss mit den Märchen: Martin Rütter deckt eine Hunde-Lüge auf.

Wer bald einen Hund haben will, muss sich entscheiden: Ein Baby-Hund vom Züchter oder ein Vierbeiner aus dem Tierschutz? Die Angst ist oft groß: Ein Hund aus dem Heim könnte eine komplizierte Vorgeschichte haben. Man weiß ja nie! Aber der Star-Hundetrainer Martin Rütter widerspricht diesem Klischee vehement und vertritt eine radikal andere Ansicht.

Bei seinem Auftritt in der Talk-Runde „Riverboat“ des MDR am 12. Dezember 2025 nannte Rütter diese Denkweise schlicht „total absurd“. Er führte aus, dass Käufer von Züchter-Welpen häufig nach drei Jahren mit exakt den gleichen Schwierigkeiten in seiner Hundeschule aufkreuzen wie Menschen mit einem adoptierten Tier. Dass ein Haustier „unbefleckt“ und ohne jede Vorerfahrung sein müsse, ist für ihn völlig unverständlich. Das berichtet „suedkurier“.

Martin Rütter zog einen ziemlich frechen Vergleich zum heutigen Dating

Er meinte wörtlich: „Die Leute rennen zu Tinder und Co. Da sagen sie ja auch nicht: ‚Da hätte ich gern einen, der noch keine Erfahrungen gesammelt hat.‘ Das ist ja Quatsch.“ Eine klare Ansage, die sich gegen die Ablehnung von Tieren mit Vorgeschichte richtet.

Laut Rütter ist die Situation in den Tierheimen hierzulande katastrophal. Die Einrichtungen sind „voll bis unters Dach“, eine Spätfolge der Corona-Zeit, als sich zahlreiche Leute ohne langes Nachdenken ein Haustier zulegten. Zusätzlich explodieren die Ausgaben und es fehlt an Personal, das die anstrengende Tätigkeit übernehmen will.

Aus diesem Grund richtet der Hunde-Experte eine deutliche Mahnung an alle, speziell im Hinblick auf Weihnachten: „Hunde sind kein Geschenk“. Sein Appell an Familien: Statt einen Züchter aufzusuchen, sollten sie mit dem Nachwuchs ein Tierheim besuchen und einem der dortigen Bewohner eine zweite Chance geben. Moderator Joachim Llambi konnte da nur zustimmen: „Es gibt so viele tolle Hunde auch in Tierheimen“.

Hund aus dem Tierheim zwar ein „gutes Werk“ aber...

Es existieren selbstverständlich auch andere Sichtweisen. Laut dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) vollbringt man mit einem Hund aus dem Tierheim zwar ein „gutes Werk“, muss dieser Verantwortung aber auch gerecht werden. Mögliche Verhaltensprobleme können eine große Aufgabe darstellen. Fachleute heben aber hervor, dass die Gründe für die Abgabe eines Tieres häufig nichts mit dem Hund selbst zu tun haben. Vielmehr sind es Allergien, ein Todesfall des Besitzers oder der schlichtweg unterschätzte Arbeitsaufwand.

Ein Tier von einem Züchter zu erwerben, hat den Pluspunkt, dass die typischen Merkmale der Rasse bekannt sind. Man kann den kleinen Hund von Beginn an auf seinem Weg begleiten. Besonders für Neulinge in der Hundehaltung schafft das Vertrauen. Man muss aber darauf achten, nicht sogenannte Qualzuchten zu fördern, bei denen die Hunde wegen angezüchteter Merkmale wie extrem kurzen Nasen gesundheitliche Probleme haben.

Finanziell spielt die Herkunft ebenfalls eine Rolle. Ein Tier aus dem Heim kostet eine Schutzgebühr, die meist zwischen 250 und 450 Euro liegt. Wer bei einem vertrauenswürdigen Züchter kauft, muss je nach Hunderasse mit Startpreisen ab 800 Euro rechnen. Ganz gleich, welche Wahl getroffen wird: Ein Hund ist eine riesige Verpflichtung für alle im Haushalt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Ein Mann und sein Hund liegen gemeinsam im Bett

Hunde im Bett?

Martin Rütter mit klarer Meinung