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Tödlicher Fehler im WaldSo unterscheidet ihr Bärlauch von seinen giftigen Zwillingen

Bärlauch auf einem Holztisch

Copyright: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn

Sicher ist sicher: Wer unsicher ist, sollte auf Bärlauch aus kontrolliertem Anbau zurückgreifen, um das Risiko einer Verwechslung und damit einer Vergiftung zu vermeiden.

Die Sonne scheint, die Natur ruft – und in den Wäldern sprießt der Bärlauch. Doch wer das würzige Kraut sammelt, spielt mit dem Feuer. Denn es gibt Doppelgänger, die brandgefährlich sind.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schlägt Alarm: Verwechslungen beim Sammeln des Waldknoblauchs führen regelmäßig zu schlimmen Vergiftungen, manche enden sogar tödlich, wie die dpa meldet. Besonders im April und Mai steigt die Zahl der Vergiftungsfälle in Deutschland und anderen europäischen Ländern sprunghaft an.

Der Geruchstest: So einfach und doch so trügerisch

Der einfachste Trick: Zerreibt ein Blatt zwischen euren Fingern. Entfaltet sich ein kräftiger Knoblauchduft, seid ihr auf der sicheren Seite. Riecht es nach nichts, lasst die Pflanze sofort stehen und wascht euch gründlich die Hände.

Aber Vorsicht: Dieser Test kann euch in die Irre führen! Wenn eure Finger noch vom letzten, echten Bärlauchblatt duften, könntet ihr eine giftige Pflanze für essbar halten.

Die giftigen Zwillinge: Maiglöckchen & Herbstzeitlose

Die saftig grünen, lanzenförmigen Blätter des Bärlauchs sehen denen des hochgiftigen Maiglöckchens und der extrem gefährlichen Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich. Es gibt aber klare Erkennungszeichen.

Achtet auf den Stiel! Jedes Bärlauchblatt wächst einzeln mit einem eigenen Stängel aus dem Waldboden. Bei seinen giftigen Verwandten umwickeln sich mehrere Blätter gegenseitig am Stängel.

Bärlauch nicht mit Doppelgängern verwechseln

Copyright: dpa-infografik/dpa-tmn

Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen: Bärlauchblätter ähneln stark denen von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen – beide sind hochgiftig und können bei Verzehr schwere Vergiftungen verursachen.

Noch ein Tipp: Die Blattoberseite des Bärlauchs glänzt, während die Unterseite matt erscheint. Beim Maiglöckchen ist es genau umgekehrt. Und die Blätter der Herbstzeitlosen können riesig werden, bis zu 40 Zentimeter lang, und wachsen oft genau dort, wo auch der Bärlauch sprießt.

Auf Nummer sicher gehen: Bärlauch einfach kaufen

Deshalb lautet der dringende Rat des BfR: Wenn ihr euch auch nur ein bisschen unsicher seid, lasst die Finger davon! Eine gefahrlose Alternative ist Bärlauch aus kontrolliertem Anbau, den ihr inzwischen in vielen Supermärkten findet.

Oder ihr holt euch Pflanzen aus dem Fachhandel und züchtet das Kraut selbst auf dem Balkon oder im Garten. So ist die Gefahr einer Verwechslung komplett ausgeschlossen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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