Die Sonne lacht über Köln, die Vögel singen – doch du fühlst dich einfach nur schlapp und ausgelaugt? Damit bist du nicht allein. Doch ist es nur die harmlose Frühjahrsmüdigkeit oder steckt vielleicht eine ernste Depression dahinter? Ein Fachmann klärt auf, wann du hellhörig werden solltest.
Frühling in Köln, doch du bist nur platt?Wann die Müdigkeit zum Alarmzeichen wird

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn
Frühjahrsmüdigkeit: Der Wechsel von Winter auf Frühling bringt hormonelle Umstellungen mit sich, die uns müde und schlapp machen können.
Warum der Frühling uns so schlapp macht
Zuerst die gute Nachricht: Die Frühjahrsmüdigkeit ist keine Erkrankung. Es ist eine ganz normale Reaktion des Körpers auf die Wetterumstellung, wie Conrad von Heydendorff, ein Facharzt im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie, erläutert.
Der lichtarme Winter hat unser Hormonsystem ordentlich durcheinandergebracht, wie die dpa berichtet. Ganz einfach ausgedrückt: In den dunklen Monaten wurde wenig vom Glückshormon Serotonin ausgeschüttet, dafür aber umso mehr vom Schlafhormon Melatonin.
Jetzt, wo die Tage länger werden, startet der Körper eine hormonelle Umstellung. Er stellt wieder vermehrt Serotonin her und drosselt die Melatonin-Produktion. Bei diesem Prozess kann es aber zu einem vorübergehenden Chaos kommen, falls das Melatonin anfangs noch dominiert. Die Folge: Trotz strahlendem Sonnenschein fühlen wir uns einfach nur platt.
«Zudem weiten sich bei steigenden Temperaturen die Blutgefäße, was den Blutdruck sinken lässt und kurzzeitig zu Müdigkeit und Schwindel führen kann», ergänzt Conrad von Heydendorff.
Alarmzeichen: Wann die Müdigkeit gefährlich wird
Doch wann ist es mehr als nur eine vorübergehende Schlappheit? Bei diesen Anzeichen solltest du hellhörig werden:
Wenn diese Punkte auf dich zutreffen, zögere nicht, einen Arzt oder eine Psychotherapeutin zu kontaktieren. Depressionen sind heute gut behandelbar.
Was wirklich gegen die Frühjahrs-Schlappheit hilft
Und was kann man tun, wenn es sich „nur“ um die harmlose Frühjahrsmüdigkeit handelt? Sich auf dem Sofa zu verkriechen und der Erschöpfung nachzugeben, ist der falsche Ansatz. Fachleute empfehlen das genaue Gegenteil: Raus an die frische Luft!
«Schon ein täglicher Spaziergang von 30 Minuten hilft dem Körper, die Hormonumstellung zu beschleunigen», erklärt von Heyendorff. Schließlich ist das Tageslicht der entscheidende Impulsgeber, der unsere innere Uhr steuert.
Zusätzlich bringen Wechselduschen den Kreislauf auf Touren. Und was ohnehin immer sinnvoll ist, aber gerade jetzt besonders: eine vitaminreiche Kost. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

