Viele Menschen stehen hintereinander auf der Venloer Straße. Das Bild von der langen Schlange vor dem Lokal Kebapland gehört seit vielen Jahren zum festen Stadtbild in Ehrenfeld. Doch das Bild hat sich gewandelt.
Neue RegelungKebapland: Dieses Bild gehört der Vergangenheit an

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Die Kebaplandschlange – so etwas wie eine Kölner Sehenswürdigkeit.

Eine Kundenschlange fast bis zur nächsten Straßenecke: Das war das gewohnte tägliche Bild am Kebapland in Ehrenfeld. Doch es gehört jetzt der Vergangenheit an.
Der Grund ist eine Intervention des Kölner Ordnungsamtes. Die Behörde wies das Kebapland-Team auf ein Verkehrssicherheitsproblem hin. Die oft auch in kleinen Gruppen wartenden Kunden sorgen neben dem Passantenstrom für enge Verhältnisse auf dem Gehweg.
Dazu kommt noch der Verkehr auf dem Radweg – die Verkehrsteilnehmer kommen sich schon mal ins Gehege, was zu Gefahrensituationen führt.
„Wir wurden freundlich auf die Problematik hingewiesen“, heißt es aus dem Kebapland. Schließlich wurde eine Lösung gefunden, die das Problem seit wenigen Tagen entschärft.

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Dieser Aushang weist die Gäste auf die neue Regelung hin.
Die Kundenschlange wird vom Bürgersteig ferngehalten, indem sie an der westlichen Front des freistehenden Lokals entlanggeführt wird – die Schlange wird also in Richtung des großen Parkplatzes geknickt, wo sie niemandem im Weg steht.
Ein am Imbiss angebrachtes Plakat macht die Kundschaft auf die Neuerung aufmerksam und weist den Weg.

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Ungewohntes Bild: Die Kebaplandschlange macht einen Knick und führt jetzt am Laden entlang.
Kebapland-Gründer Erol Günes, der nach 15 Jahren immer noch selbst am Grill steht, kann sich so oder über einen fortdauernden großen Zuspruch für sein Kultlokal erfreuen. Die sichtbare Schlange, mutmaßen einige, gehört dabei zu den Erfolgsgeheimnissen.
Wo die Leute so anstehen, werden sie ihre guten Gründe haben, ist das klare Signal, das die Wartenden – auch bei Wind und Wetter – senden. „Ein bisschen ist es auch wie bei einem Lagerfeuer, bei dem man mit allen möglichen Leuten zusammenkommt, um dann gemeinsam satt zu werden“, sagt ein Stammgast.
