Experte schlägt AlarmDie Zecken-Hauptsaison hat begonnen – so schützen Sie sich

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Der Gemeine Holzbock ist die häufigste Zeckenart in Deutschland und auch die, die hauptsächlich FSME und Borreliose auf den Menschen übertragt. (Archivbild)
Zecken-Alarm in Deutschland: Experte mit dringender Warnung – Das müssen Sie jetzt wissen. Achtung, die kleinen Biester sind zurück! Endlich wieder Sonne und milde Temperaturen! Doch mit dem Frühling kehren auch die Zecken zurück. Ob beim Grillen im Park, bei der Arbeit im Garten oder einem Spaziergang im Wald – die Gefahr lauert überall. Ein Biss der kleinen Spinnentiere ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch schwere Krankheiten nach sich ziehen.
„Man muss den Großteil des Jahres über Obacht geben. Solange kein Schnee liegt, muss man eigentlich mit Zecken rechnen“, erklärt der Fachmann Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München, wie die „dpa“ meldet. Wegen des Klimawandels sind die Blutsauger fast das ganze Jahr über eine Bedrohung. Sobald es nachts frostfrei bleibt und die Temperaturen am Tag auf über 5 bis 7 Grad steigen, erwachen die Parasiten.
Hauptsaison für Holzbock und Co. hat begonnen
In Deutschland ist vor allem eine Art verbreitet: der Gemeine Holzbock. Die Parasitologin Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim identifiziert ihn als Hauptverursacher für die Übertragung von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Lyme-Borreliose. „Die Hauptsaison beginnt eigentlich jetzt, wo es wärmer wird und die Luftfeuchtigkeit noch relativ hoch ist“, unterstreicht Dobler. Im Hochsommer, also im Juli und August, nimmt ihre Aktivität dann spürbar ab.
Und es sind nicht nur die ausgewachsenen Exemplare, die zustechen. Auch die winzigen Nymphen, die kleiner als ein Millimeter sind, haben Durst auf Blut. „Die überwiegende Zahl der Infektionen wird durch Nymphen und adulte Tiere verursacht“, stellt Dobler klar.
Überlebenskünstler seit der Dino-Zeit
Kaum zu glauben, aber Zecken sind echte Urgesteine. „Bernsteinfunde deuten an, dass es die Zecken bereits seit über 300 Millionen Jahre gibt und sie bereits Blut an Dinosauriern gesaugt haben“, berichtet Mackenstedt. Ein ausgewachsener Holzbock kann demnach bis zu zwei Jahre ohne Nahrung überleben.
Ihr Biss bleibt dabei meistens völlig schmerzfrei. Der Speichel der Parasiten enthält einen Cocktail aus Substanzen, der die Schmerzwahrnehmung blockiert und die Blutgerinnung stoppt. So können sie oft stundenlang unbemerkt am Körper verweilen und sich vollsaugen.
So gefährlich sind FSME und Borreliose
Die Krankheitserreger für FSME und Borreliose schnappen die Zecken auf, wenn sie bei infizierten Tieren wie Nagetieren oder Vögeln Blut saugen. Bei ihrem nächsten Wirt, dem Menschen, können sie die Erreger dann weitergeben. Laut dem Robert-Koch-Institut gab es in diesem Jahr bis zum 13. April bereits 918 gemeldete Fälle von Lyme-Borreliose und 11 FSME-Infektionen in Deutschland.
Aber keine Panik: Nicht jeder Biss führt zur Katastrophe. Zwar tragen viele Zecken Borrelien in sich, doch FSME-Viren sind auf bestimmte Risikogebiete beschränkt. Diese können manchmal winzig klein sein, nicht größer als ein Fußballfeld.
So schützt ihr euch richtig vor Zecken
Experte Dobler rät zu praktischen Maßnahmen: Tragen Sie lange, helle Kleidung, um die Krabbeltiere schnell zu entdecken. Zieht die Hosenbeine am besten in die Socken. Nach jedem Aufenthalt im Grünen ist ein gründlicher Körpercheck Pflicht. „Die Zecken stechen nicht sofort, sondern krabbeln meistens zwei bis vier Stunden auf dem Körper und suchen sich eine geeignete Stelle“, erklärt der Fachmann.
Sollten Sie eine Zecke finden, muss sie so rasch wie möglich raus! Am besten geht das mit einer speziellen Zeckenzange oder -karte. Schnelles Handeln ist entscheidend, da die Borreliose-Erreger oft erst nach rund 24 Stunden in den menschlichen Körper gelangen. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
