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Sparer schauen in die RöhreSparkassen & Co. zahlen kaum Zinsen – Inflation frisst Geld auf

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Copyright: Hendrik Schmidt/dpa

Bei der gestiegenen Inflation verlieren viele Sparer unter dem Strich Geld - erst Recht beim Geldhorten zu Hause

Sparkassen & Co.: Kaum Zinsen, Ihr Geld wird weniger wert.

Der Schock durch die Ölpreise, ausgelöst durch den Konflikt im Iran, hat Folgen: Sparer können die hohe Inflation mit den Zinsen fürs Tagesgeld nicht mehr wettmachen. Eine Untersuchung von Biallo, einem Portal für Finanzen, deckt auf, dass besonders bei Sparkassen und Volksbanken das Geld auf dem Konto fast nichts mehr einbringt.

Bei den Genossenschaftsbanken und Sparkassen ist die Lage düster: Eine Prüfung von 594 Instituten ergab einen Zins für Tagesgeld ohne Befristung von durchschnittlich mickrigen 0,4 Prozent. Im krassen Gegensatz dazu stehen Direktbanken und überregionale Geldhäuser: Dort gibt es mit 1,0 Prozent mehr als das Zweifache.

Kaum Zinsen bei Sparkasse & Co.

Die Details der Auswertung sind ein Hammer für Kunden: Biallo meldet, dass von den Sparkassen 81 Prozent und von den Volksbanken 73 Prozent maximal 0,5 Prozent Zinsen auf Tagesgeldkonten gewähren. Der absolute Tiefpunkt sind aber Konditionen von 0,001 Prozent. Das bedeutet: Für 10.000 Euro Erspartes gibt es pro Jahr gerade mal 10 Cent! Zum Vergleich: Wenn die Banken selbst ihr Geld bei der Europäischen Zentralbank anlegen, kassieren sie dafür aktuell 2,0 Prozent.

„Kunden warten vergeblich“

Laut Biallo hat nur ein winziger Teil der fast 700 untersuchten Banken in den letzten 20 Tagen überhaupt die Zinsen für Tagesgeld angepasst. Die erwartete Anhebung des Leitzinses durch die EZB, die an diesem Donnerstag ansteht, haben bisher fast nur Direktbanken in ihre Angebote aufgenommen, meist aber nur mit zeitlich begrenzten Zinserhöhungen für Neukunden. „Wer auf den EZB-Entscheid hofft, wartet bei der eigenen Hausbank vergeblich“, bringt es Biallo-Geschäftsführer Samuel Biallowons auf den Punkt.

Grundlage der Analyse waren die Tagesgeld-Konditionen von 693 Geldhäusern (Stand: 8. Juni). Darunter waren 275 Sparkassen, 319 Volks- und Raiffeisenbanken sowie 99 Direkt- und Privatbanken mit überregionaler Tätigkeit. Es wurden nur Institute mit einem offiziellen Tagesgeldangebot berücksichtigt, Zinsvergleichsportale blieben außen vor.

Inflation frisst Erspartes einfach auf

Wer sein Geld auf einem Tagesgeldkonto anlegt, macht real ein Minusgeschäft. Zwar ist die Teuerungsrate in Deutschland im Mai auf 2,6 Prozent gesunken. Doch selbst der beste dauerhafte Zins bei den Volksbanken liegt laut Biallo bei nur 1,55 Prozent, bei den Sparkassen sind es 1,86 Prozent. Bei einem durchschnittlichen Zins von 0,4 Prozent und einer Inflation von 2,6 Prozent verliert man bei 10.000 Euro Anlage pro Jahr 214 Euro an Kaufkraft.

Laut Biallo bieten Direktbanken und andere überregionale Anbieter im besten Fall einen Zinssatz von 2,6 Prozent. Ein Grund für die besseren Angebote: Anders als Sparkassen und Volksbanken müssen sie kein kostspieliges Netz an Filialen finanzieren.

Der Kampf um die Sparer ist entbrannt

Immerhin: Weil weitere Anhebungen der Leitzinsen erwartet werden, verbessert sich die Lage für Bankkunden – oft aber nur durch Lockangebote. So heizte die US-Bank JPMorgan Chase den Konkurrenzkampf mit einem zeitlich begrenzten Zins von 4 Prozent für vier Monate an. Die Norisbank, eine Tochter der Deutschen Bank, zog mit einer Offerte von 4 Prozent für sechs Monate nach.

Laut dem Geldratgeber Finanztip sind die zeitlich begrenzten Zinsen, die Neukunden erhalten, in den letzten Monaten auf einen Durchschnitt von 3,62 Prozent geklettert. „Wenn die EZB jetzt den Leitzins erhöht, steigt der Druck auf Banken, auch ihren Bestandskunden wieder mehr zu bieten“, erklärt Timo Halbe, Geldanlage-Experte bei Finanztip. Sein Rat für alle, die nicht ständig das Konto wechseln wollen: auf Angebote mit guten Dauerzinsen achten. Doch sein Fazit ist ernüchternd: „Die reichen allerdings aktuell nicht, um die Inflation zu schlagen.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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