Geld-Schock: Trotz Krisen ziehen Deutsche die Sparbremse.
Preise fressen ErspartesDarum legen Deutsche trotz Krise immer weniger Geld zur Seite

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Die privaten Vermögen wachsen in Deutschland deutlich langsamer.
Krisen überall, doch die Deutschen ziehen die Sparbremse? Das ist neu. Eine Banken-Analyse deckt auf, was dahintersteckt und was das für jeden Einzelnen bedeutet.
Eigentlich ist es ein ungeschriebenes Gesetz: Wenn die Zeiten unsicher werden, halten die Leute ihr Geld fest. Doch 2026 scheint alles auf dem Kopf zu stehen. Laut einer aktuellen Auswertung der genossenschaftlichen DZ Bank wird die Sparquote auf nur noch 10,2 Prozent vom verfügbaren Einkommen fallen. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag sie bei 10,3 Prozent, im Rekordjahr 2024 sogar bei 11,2 Prozent.
Aber was ist der Grund für diese plötzliche Spar-Müdigkeit, obwohl die Weltlage angespannt ist? Die Antwort tut vielen im Geldbeutel weh: die explodierenden Energiepreise. Der Konflikt im Iran und die Blockade der Straße von Hormus haben die Kosten, etwa für Benzin, in die Höhe getrieben.
Teure Energie lässt das Ersparte schmelzen
Diese Mehrausgaben schlagen direkt auf die Finanzen der Menschen durch. Das private Geldvermögen hierzulande wird 2026 erheblich langsamer anwachsen als in den Jahren davor. Die DZ Bank geht nur noch von einem Plus von 3,2 Prozent aus, was einer Gesamtsumme von gut 10,2 Billionen Euro entspricht.
Zum Vergleich: 2025 lag der Zuwachs noch bei 4,7 Prozent, und 2024 waren es sogar 7,4 Prozent. Dieser gebremste Vermögensaufbau trifft besonders die normalen Haushalte mit voller Wucht, bei denen am Monatsende immer weniger im Portemonnaie bleibt.
Ausblick: Die hohe Inflation bleibt ein Problem
Und eine schnelle Entspannung ist nicht zu erwarten. Das führende genossenschaftliche Institut rechnet für 2026 mit einer Teuerungsrate von 3,2 Prozent und für das darauffolgende Jahr mit 3,1 Prozent. Das liegt weit über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent. Ihr Geld verliert also weiterhin an Kaufkraft.
Auch von den Aktienmärkten kommt derzeit kaum Unterstützung. Dax und Euro Stoxx 50 haben sich zwar seit ihrem Tiefpunkt Ende März wieder etwas gefangen, doch die Fachleute der DZ Bank prognostizieren bis zum Ende des Jahres nur geringe Kurszuwächse im Vergleich zum Stand von Ende 2025.
Einen kleinen Lichtblick gibt es aber für das Jahr 2027. Falls sich die Lage im Iran-Konflikt entspannt, sehen die Bank-Experten wieder deutlich bessere Chancen. Dann wäre sogar wieder ein Wachstum des Geldvermögens um 5,0 Prozent möglich. (dpa/red)
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