1

Tank-Freude währt nur kurzSpritpreise sinken, doch Ende des Monats kommt der Preisschock

Kraftstoff

Copyright: Alain Jocard/AFP/dpa

Tanken wird billiger - auf einen kräftigen Preisnachlass warten die Autofahrer bisher aber vergeblich. (Symbolbild)

Die Preise an der Zapfsäule sind im Sinkflug! Doch die Erleichterung währt nicht lange – in zwei Wochen droht der Kosten-Hammer.

Gute Nachrichten für alle am Steuer! Die Preise an der Zapfsäule sind im Sinkflug und das Tanken wird spürbar billiger. Aber die Erleichterung währt vielleicht nicht lange – in nur zwei Wochen könnte der nächste Kosten-Hammer kommen.

Nach der Entspannung im Iran-Konflikt geben die Kraftstoffpreise nach und nähern sich dem Niveau von vor Kriegsbeginn. Ein Liter Diesel war am Montag im bundesweiten Schnitt für 1,816 Euro zu haben, so eine Mitteilung des ADAC. Das ist zwar nur eine Reduzierung um 1,3 Cent zum Vortag, markiert aber den siebten Tag in Serie mit sinkenden Kosten.

Auch Super E10 wurde günstiger und lag bei 1,868 Euro je Liter, ein Minus von 0,9 Cent. Diesel war damit am Montag nur noch 7 Cent pro Liter kostspieliger als vor dem Kriegsausbruch, bei E10 betrug der Unterschied 9 Cent. Für eine 50-Liter-Tankfüllung bedeutet das Mehrkosten von 3,50 Euro beziehungsweise 4,50 Euro. Zur Erinnerung: Auf dem Höhepunkt der Krise war Diesel um über 70 Cent teurer, E10 um mehr als 40 Cent.

Der Preisrutsch geht am Dienstag weiter

Und die Talfahrt setzt sich fort: Die Daten vom Dienstagmorgen signalisieren weiter fallende Tarife. Um 8.45 Uhr wurde ein Liter Diesel im landesweiten Mittel für 1,764 Euro verkauft – das sind starke 2,1 Cent weniger als zum selben Zeitpunkt am Vortag. Für einen Liter E10 zahlte man 1,826 Euro, ein Rückgang von 1,6 Cent.

Diese Momentaufnahme ist jedoch nur ein Anhaltspunkt. Wegen der sogenannten 12-Uhr-Regel ist der Kraftstoff morgens und am Vormittag meistens billiger. Gegen Mittag schnellen die Preise oft in die Höhe, bevor sie im weiteren Verlauf des Nachmittags wieder nachgeben.

In zwei Wochen droht der große Preisschock

Verantwortlich für die derzeitige Entlastung sind die stark gefallenen Ölpreise, was auch an den Deeskalationssignalen aus dem Nahen Osten liegt. Der ADAC kritisierte jedoch, dass dieser Vorteil nur zögerlich bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt.

Dass das Tanken momentan wieder erträglicher ist, ist ebenfalls eine Folge des Tankrabatts der Bundesregierung. Durch ihn wird die Steuer pro Liter um 16,7 Cent reduziert. Doch genau hier ist der Haken versteckt: Diese Vergünstigung ist nur noch bis Monatsende gültig, eine Verlängerung ist ausgeschlossen.

Autofahrenden steht dann wieder ein deutlicher Preisanstieg bevor. Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt: Hält der Trend der letzten Tage an, könnte der Dieselpreis auch ohne die Steuererleichterung unterhalb der Zwei-Euro-Grenze verweilen. Basierend auf dem Preis vom Montag wäre das der Fall, und eventuell könnte das sogar für E10 zutreffen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Helikopterarbeiten an Stromleitung
Millionenfacher Vogel-Tod
Spezielle Fahnen an Strommasten sollen das jetzt verhindern